Endlich wieder Party! So feiern Clubs Wieder-Eröffnung

Clubs und Diskotheken sperren in der Nacht auf Donnerstag wieder auf.
Clubs und Diskotheken sperren in der Nacht auf Donnerstag wieder auf.picturedesk.com
Das Warten hat ein Ende. In der Nacht auf Donnerstag darf endlich wieder getanzt und gefeiert werden. Diese Events erwarten euch in den Wiener Clubs.

Die Discokugel dreht sich wieder. Nach 472 Tagen können Clubs und Discotheken endlich wieder bis in die Morgenstunden öffnen und Nachtschwärmer empfangen. Es darf getanzt und gefeiert werden und das sogar ohne Maske. 

Bestimmend für einen Besuch in der Nachtgastronomie ist allerdings die "3G"-Regel. In den ersten Wochen ist zudem eine Kapazitätsbeschränkung von 75 Prozent vorgeschrieben. Für die Branche fühlt sich der 1. Juli dennoch wie ein großer Feiertag an.

U4 bietet wieder alle wöchentlichen Events

Die Wiener Kult-Disco U4 lädt bereits am Mittwoch zur "Pre-Opening-Party". Unter dem Titel "Heartbreak Hotel" wird wieder zu Kult-Klassikern, Trash-Rock und Electro-Punk gefeiert, wie auf der Website bekannt gegeben wurde. Einlass ist ab 23.59 Uhr. Die Plätze sind limitiert, eine Ticketreserverierung gibt es nicht. Es gilt also das First-Come-First-Serve-Prinzip.

Am Donnerstag den 1.7. findet ab 22 Uhr dann das offizielle Opening-Event statt mit "back in black" statt, gefolgt von dem inzwischen legendären Freitags-Rockclub "Addicted to Rock" und dem Wochenhighlight "Behave!" am Samstag.

Prinzipiell startet das U4 wieder die altbekannten wöchentlichen Events, wie auch den "Tuesdate Studentenclub" am Dienstag. "Weitere Veranstaltungen planen wir, wenn absehbar ist, wie es weitergehen wird. Mit der 75-Prozent-Beschränkung liegt unsere Kapazitätsgrenze knapp unter 500 Besuchern. Die 3G-Regel werden von unserem Security-Personal vor dem Eingang kontrolliert. Wir werden unseren Gästen noch kommunizieren, dass sie den entsprechenden QR-Code griffbereit am Handy haben um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten", erklärt U4-Managing-Partner Michael Gröss gegenüber "Heute".

Kritik an Eröffnungstermin

Obwohl er sich darüber freut, wieder öffnen zu dürfen, sieht er den Termin am 1. Juli kritisch: "Es ist klar, dass es keine Planbarkeit in einer Pandemie gibt, aber die Öffnungen ab 1.Juli sind reiner Populismus und widersprechen allen Ankündigungen. Wenn manche Politiker im Leben mal einen echten Job gehabt hätten, wüssten sie, dass man einen Betrieb in der Größe wie das U4 nach 1,5 Jahren Pause nicht einfach in zwei Wochen hochfahren kann. Der richtige Termin wäre der 1. September gewesen. Abgesehen von einer vernünftigen Vorbereitung für die Unternehmen, haben gerade mal um die zehn Prozent der unter 25-Jährigen einen vollständigen Impfschutz", betont Gröss.

Sicherheit wird im U4 groß geschrieben. Nicht nur die "3G"-Regelung wird genau kontrolliert, alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden zudem zwei Mal in der Woche mittles 'allesgurgelt' einen PCR-Test trotz Impfung absolvieren.

Flex feiert Eröffnung gleich vier Tage lang

Auch das Flex am Donaukanal sperrt am 30. Juni wieder ab 17 Uhr auf. Bis Mitternacht gibt’s im Garten und auf der Terrasse einen Countdown, mit einer Auswahl von DJs, die den Club vorigen Sommer unterstützt haben. Um Punkt Mitternacht geht es dann auch im Club auf der Tanzfläche wieder los. 500 Personen dürfen rein. Der Eintritt beträgt zehn Euro.

"Die Eröffnungsfeierlichkeiten werden vier Tage dauern. Immer von 17 Uhr bis 6 Uhr. Freedom Rave. Ein wahres Freudenfest", heißt es in einem Posting auf Facebook.

Bettelalm renoviert

Die Bettelalm in der Johannesgasse gibt am Donnerstag ihr Comeback. Derzeit wird die Diskothek noch renoviert. "Bei uns herrscht momentan noch Baustelle. Wir haben gar nicht damit gerechnet, dass es so früh wieder losgeht, aber bis Donnerstag ist alles fertig", versichert Wirtin Jenny Salchenegger im "Heute"-Gespräch.

Eine große Bar wird noch geschlossen bleiben, um die 75-Prozent-Grenze einzuhalten. Ansonsten finden wieder die altbewährten Events in der Alm statt. "Wir haben schon total viele Reservierungen und nützen auch die Synergien mit dem Bettelstudent. Die meisten kommen vorher zum Essen und gehen danach in die Alm. Für unsere Stammgäste wird es einige Goodies und Aktionen geben", kündigt Salchenegger an.

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Die Securitys werden am Eingang die "3G"-Regel kontrollieren. "In den letzten eineinhalb Jahren mussten wir leider alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Alm kündigen, doch jetzt für den Start sind alle wieder zurück", freut sich die Betreiberin. Die Partys am Donaukanal und am Karlsplatz haben Salchenegger geärgert. Auch sie ist überzeugt, dass die Nachtgastronomie die Lösung  bietet: "Das Nachtleben ist ein Ventil in unserer Gesellschaft. Vor allem die jungen Leute brauchen das."

Pilotprojekt im Praterdome

Unter dem Motto "Summer of '21" hat der Volksgarten das erste Event am 1. Juli ab 23 Uhr angekündigt. Donnerstag, Freitag und Samstag wird auf fünf Floors gefeiert.

Der Praterdome wird am 1. Juli noch nicht öffnen. Allerdings plant die größte Diskothek Österreichs ein Pilotprojekt am zweiten Juli-Wochenende um die Ansteckungsgefahr in Clubs zu überprüfen, wie Geschäftsführer Holger Pfister gegenüber "Heute" bestätigte.

Einlass ist nur für Geimpfte, Getestete und Genesene erlaubt. Angedacht ist, dass sich die Besucher und Besucherinnen fünf, sieben und zehn Tage danach nochmal testen lassen.

Hacker-Idee sorgt für Unsicherheit

In der Bundeshauptstadt wurde in den vergangenen Tagen darüber diskutiert, Diskotheken nur für Geimpfte zu öffnen. Diesen Vorschlag kritisierte Nachtgastronomie-Sprecher Stefan Ratzenberger scharf: "Das hat für viel Verunsicherung in der Branche gesorgt. Es wurde Monate lang über die 3G-Regel diskutiert und wir haben von Anfang an gesagt, dass wir diese Maßnahme wollen. Die Idee von Peter Hacker ist einfach diskriminierend."

Wie Wolfgang Mückstein in einer Aussendung betonte, ist eine derartige Regelung gesetzlich gar nicht möglich, weil Getestete mit Genesenen und Geimpften gleichgestellt wurden. Die Stadt ließ zuletzt prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten gegeben sind, um in diesem Bereich strengere Regeln aufzustellen.

Rund 300 Lokale haben Pandemie nicht überlebt

Auch Holger Pfister kann dem Vorschlag nichts abgewinnen: "Mit einer 1- oder 2G-Regel werden wir sicher nicht öffnen. Das macht keinen Sinn, weil die jüngeren Leute bisher keine Möglichkeit hatten, sich testen zu lassen. Zudem besteht die Gefahr, dass die Jugendlichen dann nach Niederösterreich fahren."

Laut Ratzenberger haben zehn bis zwölf Prozent der nachtgastronomischen Betriebe in Österreich die Pandemie nicht überlebt, das sind rund 300 Lokale. "Man muss jedoch dazu sagen, dass diese schon vor März 2020 angeschlagen waren", so der Nachtgastronomie-Sprecher. 

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