England fürchtet Rassismus-Eklats bei Fan-Comeback

Marcus Rashford wurde Opfer rassistischer Beleidigungen im Netz
Marcus Rashford wurde Opfer rassistischer Beleidigungen im Netzimago images
Rückkehr zur Normalität! In der Premier League stehen die Fans vor dem Stadion-Comeback. Doch die Polizei hat schlimme Befürchtungen.

Ab dem 17. Mai sollen die Tribünen in den englischen Stadien wieder für Fans geöffnet werden. Vorerst zwar nur limitiert mit maximal 10.000 Zuschauern pro Spiel, doch am Weg aus der Corona-Krise ist es ein wichtiger Schritt für die Fans und die Klubs.

Doch die englische Polizei beobachtet die Comeback-Pläne mit Sorge. Nämlich vor Rassismus-Eklats auf den Rängen. Anlass zur Sorge bereitet die starke Zunahme rassistischer Hass-Kommentare in den sozialen Medien in den vergangenen Monaten. 

"Anstieg vor Lockdown"

"Schon vor dem Lockdown haben wir bereits einen Anstieg gesehen", sagte Mark Roberts, stellvertretender Polizeipräsident von South Yorkshire, der BBC. Roberts warnte die Premier-League-Bosse schon im Jänner in einem Brief vor der zu befürchtenden Entwicklung. Erst jetzt habe er eine Antwort erhalten. Er redet nochmals ins Gewissen: "Die Bitte an die Ligen und die Klubs lautet: Lasst uns bereit sein."

Außerdem fordert Roberts in seinem Brief einen Mechanismus, um sowohl rassistische Vorfälle auf der Tribüne als auch in den sozialen Medien zu melden. Zuletzt wurden im Netz unter anderem Marcus Rashford und Axel Tuanzebe von Manchester United übel beleidigt. Auch United-Stürmerin Lauren James war betroffen.

Die Liga-Bosse wollen in ihren Maßnahmen gegen Rassismus auch die britische Regierung einbinden und fordert rasche gesetzliche Maßnahmen. Ob es tatsächlich zu vermehrten rassistischen Vorfällen kommt und mit welchen Maßnahmen dagegen vorgegangen wird, bleibt abzuwarten.

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