Knapp 33.500 Euro pro Monat kassierte Pius Strobl (70) vor seiner Freistellung am Küniglberg. Damit verdiente der ORF-Gagenkaiser mehr als sein Ex-Chef Roland Weißmann. Auch das Gehalt von Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist nicht so hoch.
Ab dem 1. Jänner 2027 darf sich Strobl dann über eine regelrechte Luxuspension freuen, die in der Vergangenheit für Diskussionen gesorgt hatte. Wie die "Krone" berichtet, erhält er – zusätzlich zur staatlichen Pension – noch 5.000 Euro pro Monat vom ORF. Nach seinem Tod soll der Geldfluss nicht enden. Der Sender muss weiter an seine Witwe und Kinder zahlen. Dafür wurden 2,4 Millionen Euro Rückstellung gebildet.
Ob der ORF tatsächlich zahlen wird, ist unklar. Vor dem Arbeitsgericht bekämpft der Sender nämlich zwei Verträge, die für Strobls Luxuspension sorgen. Einer davon stammt aus dem Dezember 2010. Damals stolperte der 70-Jährige über einen Abhörskandal und musste gehen. Der damalige Generaldirektor Alexander Wrabetz habe ihm zugesagt 480.000 Euro in die ORF-Pensionskasse einzubezahlen.
Zeitsprung zum April 2012: Damals kam es zur "Neufassung/Ergänzung der Vereinbarung zur freiwilligen Pensionszusage des ORF". Darin sei festgehalten worden, dass Strobl – der erst sechs Jahre danach wieder zum Sender zurückkehren sollte – ab dem 60. Lebensjahr pro Monat 5.000 Euro erhalte. Zum Vergleich: Weißmann erhalte nach 32 Jahren bei ORF nur 2.000 Euro pro Monat als Firmenpension.
Wrabetz bestreitet die Pensionszusage an Strobl jedenfalls bis heute. Dennoch seien alle fünf Seiten des Dokuments mit Initialen paraphiert und am Ende sollen auch beide unterzeichnet haben, heißt es in dem "Krone"-Bericht. Sollte ab 2027 jedenfalls kein Geld fließen, habe Strobl eine Klage angekündigt.