Epidemie: "Augengrippe" verbreitet sich in Deutschland

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Adenoviren sorgen derzeit in der deutschen Stadt Bonn für Aufsehen. Sie können eine sogenannte "Augengrippe" auslösen. Die äußerst schmerzhafte Krankheit breitet sich derzeit explosionsartig aus.

Adenoviren sorgen derzeit in der deutschen Stadt Bonn für Aufsehen. Sie können eine sogenannte "Augengrippe" auslösen. Die äußerst schmerzhafte Krankheit breitet sich derzeit explosionsartig aus.

Augenärzte in der betroffenen Region sprechen bereits von einer Epidemie. Patienten klagen über starke Rötung der Augen, geschwollene Bindehäute, Tränenfluss und starker Juckreiz. Das Gesundheitsamt hat bisher über 100 Fälle registriert, vermutet eine viel höhere Dunkelziffer.
Praxis umgerüstet

Die Krankheit ist schwer in den Griff zu bekommen, da die Viren hochansteckend sind und eine lange Inkubationszeit von 12 Tagen haben. Ein Bonner Augenarzt hat sich zwischenzeitlich sogar vollends darauf spezialisiert und ausschließlich Patienten mit dem Adenovirus behandelt.

So soll verhindert werden, dass sich Patienten, die noch nicht infiziert sind, anstecken. Statistisch gesehen reibt sich der Mensch 14 Mal am Tag die Augen, das Virus verbreitet sich über die Tränenflüssigkeit.
Antibiotika helfen nicht

Zusätzlich ärgerlich: Die Viren sind extrem widerstandsfähig und sprechen nicht auf Antibiotika an. Nach einer Woche ist die Krankheit soweit geheilt, doch eine Trübung der Augen kann noch monatelang anhalten.

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