Die Ski-Welt trauert um Walter Tresch. Der frühere Schweizer Spitzen-Skifahrer ist nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben. Nach Angaben seiner Familie sei Tresch zu Hause im Beisein seiner Angehörigen friedlich eingeschlafen, berichtet der "Blick". Er hinterlässt vier Kinder und sechs Enkel.
Auch in Kitzbühel schrieb Tresch ein Stück Ski-Geschichte. 1976 triumphierte der Schweizer in der Kombination auf dem Hahnenkamm. Dabei setzte er sich vor dem Kanadier Jim Hunter und Italiens Ski-Star Gustav Thöni durch. Ein Jahr später feierte Tresch auch in der Kombination von Wengen den Sieg.
Überhaupt gehörte Tresch in den 1970er-Jahren zu den erfolgreichsten Schweizer Ski-Rennläufern. Während seiner von 1968 bis 1978 dauernden Karriere bestritt er mehr als 200 Rennen im Welt- und Europacup. Im Weltcup fuhr er 14 Mal auf das Podest und feierte vier Siege. Dazu gewann er die kleine Kristallkugel in der Kombination, sein bestes Ergebnis im Gesamtweltcup war Rang fünf.
Unvergessen blieb auch sein Erfolg in der Abfahrt von St. Moritz 1971. Mit der hohen Startnummer 39 schlug Tresch überraschend den favorisierten Bernhard Russi. Bei den in die Olympischen Spiele 1972 integrierten Weltmeisterschaften holte der Schweizer zudem Silber in der Kombination.
Dem Skisport blieb er auch nach seinem Rücktritt verbunden und war noch bis vor wenigen Jahren als Zuschauer bei Weltcup-Rennen in der Schweiz anzutreffen.