Welt

Er überlebt Ballondrama, verlor aber seine Frau

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:02

Der Absturz eines Heißluftballons hat am Dienstag 19 Menschen im ägyptischen Touristenort Luxor das Leben gekostet. 18 Menschen starben sofort. Einer von drei Passagieren, die sich mit einem todesmutigen Sprung aus dem brennenden Ballon retten wollten, erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Neben dem Ballonfahrer überlebte nur der Brite Michael Rennie das Drama.

hat am Dienstag 19 Menschen im ägyptischen Touristenort Luxor das Leben gekostet. 18 Menschen starben sofort. Einer von drei Passagieren, die sich mit einem todesmutigen Sprung aus dem brennenden Ballon retten wollten, erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Neben dem Ballonfahrer überlebte nur der Brite Michael Rennie das Drama.

Rennie (49) sprang vom Ballon, als dieser explodierte und in Flammen aufging. Der Brite und der Ballonfahrer überlebten beide mit extremen Verbrennungen. Rennies Frau Yvonne verlor dagegen im brennenden Ballon ihr Leben. Ebenso erging es den Briten Joe Bampton und Suzanna Gyetvai, die Urlaub in Luxor machten. Unter den Toten sind außerdem neun chinesische Touristen, vier Japaner, zwei Franzosen sowie ein Urlauber aus Ungarn. Auch eine ägyptische Reiseführerin war unter den Opfern.

. Der ägyptische Ballonführer und zwei britische Touristen sprangen, während der Ballon zu Boden taumelte, aus dem brennenden Korb. Sie wurden den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge mit schweren Verletzungen in das Internationale Krankenhaus von Luxor gebracht, wo einer der beiden Briten später starb und Rennie überlebte. Der Ballonführer erlitt Verbrennungen dritten Grades.

Schlauch riss bei der Landung  

Der Mitarbeiter der Ballonflug-Firma sagte, der Schlauch sei kurz vor der geplanten Landung in einem Dorf westlich von Luxor gerissen. Die anschließende Explosion des Gastanks habe den Ballon erst in rasender Geschwindigkeit auf eine Höhe von 400 Metern aufsteigen lassen. Danach sei der obere Teil des Ballons zerplatzt. Der Korb mit den Touristen stürzte auf ein Zuckerrohrfeld neben der Ortschaft Al-Dhabaija im Bezirk Al-Kurna. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte ein Seil den Schlauch, durch den das Gas strömte, beim Landemanöver beschädigt.

Luxor ist mit seinen Tempelanlagen und unterirdischen Gräbern aus der Pharaonenzeit ein Touristenmagnet. Exkursionen mit dem Heißluftballon sind sehr beliebt - allerdings gab es immer wieder schwere Unfälle. Im Frühjahr 2009 stürzte ein Ballon ab, 16 Touristen wurden verletzt. Im Februar 2008 stießen drei Heißluftballons zusammen. Damals erlitten sieben Insassen Verletzungen.

Absturz hat keine rechlichen Folgen

Der Absturz wird wahrscheinlich keine juristischen Folgen haben. Ägyptische Medien berichteten am Mittwoch, die Staatsanwaltschaft sehe nach ersten Ermittlungen keinen Hinweis auf eine Straftat. Ein Sprecher der ägyptischen Luftfahrtbehörde hatte erklärt, die Ursache des Unglücks sei menschliches Versagen.

Er stellte fest, der Ballonführer habe, als gegen Ende der Fahrt ein Schlauch riss, aus dem das Gas ausströmte, das Ventil für die Gaszufuhr schließen können. Er habe jedoch nicht richtig reagiert. Auch habe er, obwohl er die Ausrüstung dafür bei sich hatte, nicht versucht, das Feuer zu löschen. Stattdessen sei er aus dem Korb gesprungen. Die Behörden erließen für unbestimmte Zeit ein Verbot für Ballonfahrten in der Tempelstadt am Nil.

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