Politik

Er will wieder Spenden – Strache bald vor Gericht

Ex-FPÖ-Chef und Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache steht bald vor Gericht. Seine YouTube-Karriere mit Spendenaufrufen verläuft indes schleppend.

Rene Findenig
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 Heinz-Christian Strache
Heinz-Christian Strache
Screenshot YouTube

Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache muss sich ab 7. Juni zum zweiten Mal wegen Bestechlichkeit am Wiener Landesgericht für Strafsachen verantworten. Das ist brisant, denn im August 2021 war Strache nicht rechtskräftig wegen Bestechlichkeit zu einer bedingten Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, auf ein Gesetz Einfluss genommen zu haben, um die Wiener Schönheitsklinik eines Unternehmers in den staatlichen Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds aufzunehmen. Der Unternehmer spendete mehrmals an die FPÖ.

Strache beruft sich auf immense Prozesskosten

Dieses Mal geht für Strache um die Causa Asfinag, für alle Beteiligten in beiden Sachverhalten gilt die Unschuldsvermutung. Strache wird vorgeworfen, dem mitangeklagten oberösterreichischen Immobilien-Unternehmer Siegfried Stieglitz einen Aufsichtsratsposten in der Asfinag verschafft zu haben, wofür, ebenfalls laut Anklage, eine Spende an einen FPÖ-nahen Verein für den Bestellvorgang mit ausschlaggebend gewesen sei. Strache wird dabei Bestechlichkeit, Stieglitz Bestechung vorgeworfen. Schon in der Vergangenheit hatte Strache wegen immensen Prozesskosten seine Fans um Spenden ersucht.

Das passiert auch jetzt. Strache, seit kurzem unter die YouTuber gegangen, wirbt nun in einem neuen Video auf der Plattform erneut um Spenden. "Bitte unterstützt meine politische Arbeit für unsere Freiheit, eine soziale Heimat, den Einsatz für Grundrechte, sowie für die Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt, als auch den Kampf und die Aufklärung gegen die gezielte Verleumdung gegen meine Person und für die anwaltlichen Verfahren - wer unterstützen will, kann einen Spendenbeitrag leisten. Ich danke euch für euer Interesse und jedem einzelnen Unterstützer!", heißt es da.

Schleppende YouTube-Karriere

Straches YouTube-Karriere verläuft indes eher schleppend. Zwei Videos – eines zum Urteil gegen Ibiza-Detektiv Julian Hessenthaler und eines zum Besuch von Bundeskanzler Karl Nehammer in der Ukraine – und knapp unter 400 Abonnenten zählt sein neuer Kanal. Generell scheint das Interesse an Strache auf Social Media abgeflaut zu sein. Nachdem er als heimischer Rekord-Politiker mit rund 800.000 Fans galt, legte die FPÖ die Seite nach dem Ibiza-Skandal und Partei-Querelen still. Straches neue Facebook-Seite, die er im Jahr 2019 gegründet hatte, zählt "nur" rund 57.000 Fans. 

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