Häuser wackelten, Geschirr zerbrach – viele Österreicherinnen und Österreicher wurden in den frühen Morgenstunden des 24. Juli aus dem Schlaf gerissen. Grund dafür war eine Serie von Erdbeben. Das Epizentrum befand sich acht Kilometer südwestlich von Gloggnitz – doch auch an drei weiteren Stellen wurden deutliche Beben gemessen. In Gloggnitz bebte es sogar ganze vier Mal!
Zwischen dem 23. und 24. Juli wurden laut GeoSphere Austria in vier Regionen Erdbeben registriert. Die Stärke lag dabei meist unter einer Magnitude von 2,1. Eine Ausnahme war Gloggnitz (Niederösterreich), wo ein deutlich stärkeres Beben mit einer Magnitude von 4,4 gemessen wurde.
Erschütterungen wurden außerdem in Mürzzuschlag (Steiermark), Obergurgl (Tirol) und Hieflau (Steiermark) aufgezeichnet. Die ersten Beben ereigneten sich bereits am 23. Juli: In der Steiermark registrierte GeoSphere Austria um 5:22 Uhr eine Erschütterung, in Tirol folgte um 8:05 Uhr ein weiteres Beben.
Richtig unruhig wurde es dann in der Nacht auf den 24. Juli: Ab 1:59 Uhr wurden mehrere Erschütterungen im Raum Steiermark und Niederösterreich aufgezeichnet. Die Messungen zogen sich bis 6:15 Uhr morgens.
Immer mehr Betroffene melden sich zu Wort und erzählen von ihren Erfahrungen. "Die Gläser am Nachttisch haben geklirrt und ein kurzes Rumpeln", erinnert sich User Karl auf der Website "Erdbebennews". Isabella schildert: "Es war ein sehr erschreckendes Gefühl, hatte so etwas noch nie erlebt."
Nach Angaben des Erdbebendienstes können bei einer Magnitude von 4,5 im Bereich des Epizentrums vereinzelt leichte Schäden entstehen. Einige Augenzeugen berichten bereits von Rissen in den Wänden oder zerstörtem Geschirr. "Es ist einiges runtergefallen, teilweise zerbrochen", schreibt beispielsweise eine Userin auf Facebook.