Nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal nahe der Hauptstadt Kathmandu am Samstag ist es am Sonntag zu Nachbeben gekommen. Die Zahl der Todesopfer hat bereits die 2.000-Marke überschritten. Zur Stunde sind auch Helfer aus Österreich in die Region unterwegs.
Das österreichische Rote Kreuz schickt die beiden Katastrophenhelfer Andrea Reisinger und Georg Ecker in die Krisenregion. Reisinger hat zwischen 2007 und 2009 in Nepal gelebt und dort für das Rote Kreuz gearbeitet. Georg Ecker ist Trinkwasserexperte. Die zwei Oberösterreicher waren nach dem schweren Erdbeben in Haiti im Einsatz.
Die Caritas Österreich stellt 50.000 Euro zur Verfügung.
Die Johanniter schicken die Notfallsanitäterin Miriam Kaundert. Sie fliegt eingebettet in ein deutsches Team, die erfahrenen Soforthelfer haben leichte medizinische Ausstattung bei sich.
Nahrung, Wasser, Strom fehlen
Den Hilfsorganisationen zufolge werden Lebensmittel vor Ort langsam knapp. Das Wasser könnte bald ausgehen. Strom ist gebietsweise ausgefallen, weil die Kraftwerke beschädigt sind. Die Ärzte haben alle Hände voll zu tun, die Krankenhäuser sind überfüllt.
2.000 Todesopfer
Die ersten Erdstöße am Samstag hatten ihr Epizentrum 80 Kilometer von Kathmandu entfernt, ihre Stärke lag bei 7,9 auf der Richterskala. Bislang sind ungefähr 2.000 Todesopfer aus den betroffenen Ländern Nepal, Indien und Tibet gemeldet worden. Dabei dürfte es aber nicht bleiben. Ihre Zahl steigt seit Stunden kontinuierlich, unter den Trümmern der eingestürzten Gebäude entdecken die Helfer laufend neue Leichen.
Heftiges Nachbeben
Am Sonntag hat ein starkes Nachbeben (6,7 nach Richter) Nepal und Indien erschüttert. In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi sind die Häuser ins Wanken geraten. Am Mount Everest sind an beiden Tagen Lawinen abgegangen. Knapp zwanzig Bergsteiger sind unter den Schneemassen ums Leben gekommen.