Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gießt wieder Öl ins Feuer des Nahost-Konflikts und hat die ägyptischen Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen kritisiert. Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat er als "illegitimen Tyrannen" bezeichnet. Al-Sisi unterscheide sich nicht von Israel, sei "selbst ein Tyrann". Kürzlich sorgte er bereits mit einem Hitler-Sager für Empörung. Erdogan selbst wird dafür kritisiert, nichts für einen Waffenstillstand zu tun.
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gießt wieder Öl ins Feuer des Nahost-Konflikts und hat die ägyptischen Verhandlungen über eine Waffenruhe kritisiert. Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat er als "illegitimen Tyrannen" bezeichnet. Al-Sisi unterscheide sich nicht von Israel, sei "selbst ein Tyrann". Kürzlich sorgte er bereits mit einem Hitler-Sager für Empörung. Erdogan selbst wird dafür kritisiert, nichts für einen Waffenstillstand zu tun. Israel rät seinen Bürgern von Reisen in die Türkei ab.
Erdogan verwies darauf, dass Ägyptens Regierung die Lieferung von Hilfsgütern nach Gaza verhindere. Mit Blick auf den Einsatz Ägyptens für eine Waffenruhe warf Erdogan al-Sisi vor, damit die Legitimität seiner Regierung stärken zu wollen. "Es ist keine legitime Regierung, sie ist illegitim", betonte Erdogan. Kairo wolle von den Verhandlungen ausschließen, obwohl die radikalislamische Palästinenserbewegung Partei in dem Konflikt sei.
Ägypten hatte einen für die Hamas eher unvorteilhaften Waffenstillstand vorgeschlagen, ohne sie zu konsultieren. Die Hamas wies den Vorschlag am Dienstag zurück. Erdogan, dessen Verhältnis zu Israel seit Jahren angespannt ist, tat sich im jüngsten Konflikt als Verteidiger der Palästinenser hervor. Israel warf er "Staatsterrorismus" und einen "Völkermord" an den Palästinensern vor.
"Hilft nicht, die Menschen von Gaza zu schützen"
Ägyptens Außenminister Sameh Shukri bezeichnete Erdogans Äußerungen als "inakzeptabel". "Sie haben keinen Bezug zu den Ereignissen in Gaza und helfen nicht, die Menschen von Gaza zu schützen", sage Shukri bei einer Pressekonferenz mit seiner italienischen Kollegin Federica Mogherini. Lieber solle Erdogan alle beteiligten Parteien zu einem Waffenstillstand drängen.
Das Verhältnis der Türkei zu Kairo ist gespannt, seitdem das Militär vor einem Jahr den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi stürzte. Wegen Erdogans Unterstützung für Mursi wies Kairo im November den türkischen Botschafter aus. Aufregung gab es bereits vor kurzem, als Erdogan . Israel riet nun seinen Bürgern von reisen in die Türkei ab. Unnötige Besuche sollten vermieden werden, hieß es in einem am Samstag veröffentlichten Reisehinweis des Außenministeriums. Zur Begründung wurde auf die "öffentliche Stimmung" in der Türkei verwiesen.
Kämpfe gehen unvermindert weiter
Auch am zwölften Tag von Israels Offensive gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen wird weiter heftig gekämpft. Die israelische Armee weitet ihre Angriffe auf das Zentrum des dicht besiedelten Gazastreifens sogar aus.
Die Palästinenser beklagen mindestens 338 Tote und über 2.300 Verletzte, zwei Drittel seien Zivilisten. Dennoch beschießt die Hamas Israel weiter mit Raketen. Ihr militärischer Arm erklärt sogar, die Hamas richte sich auf einen langen Kampf ein. Ein israelischer Luftangriff Samstagfrüh forderte das Leben von sechs jungen Menschen.
Bei einem Raketenangriff militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen ist am Samstag ein 32 Jahre alter Israeli getötet worden. Zwei Kleinkinder im Alter von einem und vier Jahren sowie zwei 30 Jahre alte Frauen seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld mitteilte. Demnach traf die aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete ein Haus in einem Beduinendorf nahe der südisraelischen Stadt Dimona. In der Nähe von Dimona steht Israels Atomreaktor. Es handelte sich um den zweiten israelischen Zivilisten, der seit dem Beginn der israelischen Luftangriffe auf Gaza am 8. Juli durch den Beschuss von Palästinensern getötet wurde.
Zwei israelische Soldaten erlagen am Samstagnachmittag ihren Verletzungen, die sie bei Kämpfen gegen militante Palästinenser erlitten hatten, teilte die Armee via Kurznachrichtendienst Twitter mit. Mindestens sieben israelische Soldaten wurden nach Angaben der Armee seit der Nacht zum Samstag verletzt.
Ausschreitungen in Wien befürchtet
Am Sonntag wird es in Wien einen ". Wegen antisemitischer und hetzerischer Postings auf der Veranstaltungsseite wird ein Großaufgebot der Polizei und die Justiz die Veranstaltung beobachten. "Heute.at" wird von der Veranstaltung live berichten.