Welt

Erdogan will Flüchtlingen Staatsbürgerschaft schenken

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:29

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat beim gemeinsamen Fastenbrechen mit Flüchtlingen in der türkisch-syrischen Grenzstadt Kilis mit dem Vorschlag für Aufsehen gesorgt, Millionen von Syrern, die vom Bürgerkrieg geflohen sind, zu türkischen Staatsbürgern zu machen.

Staatspräsident hat beim gemeinsamen Fastenbrechen mit Flüchtlingen in der türkisch-syrischen Grenzstadt Kilis mit dem Vorschlag für Aufsehen gesorgt, Millionen von Syrern, die vom Bürgerkrieg geflohen sind, zu türkischen Staatsbürgern zu machen.
Beim Fastenbrechen wandte sich Erdogan an die Versammelten und sprach: "Meinen aus Syrien kommenden Geschwistern sage ich, wir sehen euch als Geschwister; wenn auch ihr uns als Geschwister seht, seid ihr nicht weit weg von euren Häusern und eurem Land. Die Türkei ist eure Heimat".

Syrer, die den Wunsch nach einer türkischen Staatsbürgerschaft hegen, sollen diese Möglichkeit erhalten. Laut Erdogan habe man im Innenministerium schon erste Schritte dafür eingeleitet. Momentan befinden sich laut UNO-Flüchtlingshochkommissariat rund 2,7 Millionen Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien in der Türkei.

Kalkulierter Schachzug?

Kritiker sehen darin einen kalkulierten Schachzug Erdogans, der sich mit dem Verleih der Staatsbürgerschaft einen Zuwachs an Wählern erhofft. Denn viele Flüchtlinge sind der AKP und Erdogan dankbar, aufgenommen worden zu sein.

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