Beim deutschen Versicherer Ergo sollen in den nächsten Jahren hunderte Jobs wegfallen, weil immer mehr auf Künstliche Intelligenz gesetzt wird.
Ergo-Personalchefin Lena Lindemann erklärte am Dienstag im Gespräch mit dem "Handelsblatt", dass "bestimmte Funktionen künftig weniger gebraucht werden". Laut ihren Angaben sollen bis 2030 jedes Jahr rund 200 Stellen gestrichen werden.
Das Unternehmen hat sich laut eigenen Angaben mit den Arbeitnehmervertretern auf den Stellenabbau geeinigt. Kündigungen aus betrieblichen Gründen soll es aber keine geben.
Stattdessen setzt man auf natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und Abfindungen. "Freiwilligkeit bleibt das zentrale Prinzip. Niemand geht gegen seinen Willen", betonte Lindemann.
Gleichzeitig möchte Ergo die eigenen Leute weiterbilden. "Wir wollen das Effizienzpotenzial von KI heben, aber zugleich die Mitarbeiter befähigen, in anderen Jobs für uns zu arbeiten", so die Personalchefin. Derzeit arbeiten in Deutschland knapp 17.000 Menschen bei Ergo.