Wer mit Auto, Bahn, Bus oder Bim zur Arbeit fährt, erhält ab 1. Jänner mehr Geld vom Staat. 1,5 Millionen Berufstätige profitieren. Umweltschonendstes Wahl-Zuckerl ist das Job-Ticket: Dadurch sollen 250.000 Arbeitnehmer bis Ende 2013 gratis mit den Öffis fahren.
Koalitionäre Eintracht bringt diesmal kein Sparpaket. Im Gegenteil: Rund 1,5 Millionen Pendler werden im Wahljahr 2013 belohnt.
- Zusätzlich zum Pendlerpauschale gibt es pro Kilometer am Jahresende einen Euro vom Finanzamt zurück. Beispiel: Bei 2.200 Euro brutto im Monat und einer Distanz von 35 Kilometern zum Arbeitsplatz gibt es 254 Euro (wie derzeit) durch kleines Pendlerpauschale plus 70 Euro (35 km hin, 35 km retour), also 324 Euro im Jahr. Eine Million Personen profitieren.
- Auch 50.000 Teilzeitkräfte werden ab 1. Jänner gefördert. Bei einem Arbeitstag pro Woche bekommt man ein Drittel, ab zwei Tagen zwei Drittel, ab drei Tagen das volle Pauschale.
- Der „Pendler-Zuschlag“ für rund 100.000 Geringverdiener wird erhöht: von maximal 141 auf 290 Euro.
- Umweltpolitisch sinnvollstes Wahlzuckerl ist das Job-Ticket: Dabei sponsert der Staat jene Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmern Öffi- Tickets kaufen. Der Mitarbeiter zahlt de facto nichts, der Dienstgeber wird bei Sozialversicherungsabgaben und Steuern geschont. Die Regierung geht davon aus, dass im ersten Jahr 250.000 Beschäftigte gratis mit den Öffis fahren werden. Weitere 750.000 Interessenten sollen folgen – wenn die Arbeitgeber mitspielen.
Erich Nuler