"Ich hörte den Todeskampf des Mannes neben mir"

Christian W. aus Niederösterreich hat eine schwere Coronavirus-Erkrankung überstanden. Noch schwer gezeichnet schildert er die Erfahrung.

Der 50-jährige Christian W. lebt nahe Wien und ist am Coronavirus erkrankt. Sein Verlauf war schwer. Inzwischen hat er die Krankheit besiegt, ist aber immer noch sichtlich geschwächt.

Immer noch sehr kurzatmig schildert er die Schmerzen, die er gelitten hat. "Es ist ein schwerer Kampf gegen Schmerzen und mangelnde Atemluft, Kopfweh und Fieber...und das kann einen ziemlich zermürben", sagt er. "Es fühlt sich an, als ob der ganze Brustkorb brennen würde", so Wagner.

Todeskampf von Patienten miterlebt

Er habe sogar den Todeskampf eines Patienten neben ihm im Zimmer mitbekommen. "Ich habe zwei Tage lang sein Stöhnen gehört und sein Leiden – bis er dann aufgegeben hat", erzählt er tief betroffen.

Besonders schwer sei auch die Einsamkeit auf der Intensivstation. Man werde isoliert, um niemanden anzustecken. "Man ficht das alleine aus und man stirbt auch alleine", sagt er. Man sehe auch tagelang keine Gesichter, weil alle verhüllt seien in Maske und Schutzanzug.

Er selbst sei kein Spitzensportler aber für sein Alter relativ fit. "Jemand, der keine gute Kondition hat, glaubt's mir, da gibst du nach ein paar Tagen auf", sagt Wagner. Deshalb appelliert er eindringlich, Ältere und Gefährdete zu schützen, indem man die Vorgaben der Regierung einhält.

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