Sie wird bereits gesucht

Ermittlungen laufen: Wer ist die Frau an Spaceys Seite?

Er will zurück ins Rampenlicht – doch der Weg dorthin ist hoch umstritten. Kevin Spacey (66) stellte in Berlin seinen neuen Film vor.
Heute Entertainment
18.02.2026, 09:09
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Über Jahrzehnte war Kevin Spacey einer der größten Stars Hollywoods, zweifacher Oscar-Preisträger, gefeiert auf der ganzen Welt. Doch ab 2017 stürzte seine Karriere abrupt ab, nachdem mehrere Männer ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. Zwar wurde Spacey sowohl in New York als auch in London von allen Anklagepunkten freigesprochen, finanziell jedoch blieb der Schaden enorm. Und: Im Oktober 2026 droht ihm in London ein weiterer Prozess.

Um neue Filmprojekte zu realisieren, ist der einstige Multimillionär inzwischen auf externe Geldgeber angewiesen. Sein jüngstes Werk präsentierte Spacey nun in Berlin: "Holiguards Saga: The Portal of Force", der Auftakt einer geplanten Sci-Fi-Trilogie. Spacey übernimmt nicht nur die Hauptrolle, sondern führte auch Regie.

Seine Kollegen wirken äußerst dubios

Der Film spielt in einer dystopischen Zukunft, in der zwei rivalisierende Gruppen von Fabelwesen um das Schicksal der Menschheit kämpfen. An Spaceys Seite steht Action-Star Dolph Lundgren (68), der einst mit Filmen wie "Masters of the Universe" oder "Universal Soldier" Erfolge feierte, zuletzt jedoch mit wohlwollenden Aussagen über Wladimir Putin für Kritik sorgte.

Für die größte Brisanz sorgt allerdings die Finanzierung des Films. Produziert wurde er von Elvira Paterson (37), die heute in Portugal lebt und ursprünglich aus der Ukraine stammt. Ihr früherer Nachname: Gavrilova. Woher das Geld für das auf rund 10 Millionen US-Dollar geschätzte Budget stammt, ist Gegenstand von Ermittlungen.

Patersons Firma Elledgy Media Group organisierte in der Vergangenheit weltweit Events zur Bewerbung von Start-ups eines gewissen Vladimir Okhotnikov, auch bekannt als "Lando". Offiziell tritt er als Drehbuchautor und Schauspieler des Films auf. Tatsächlich ist er Krypto-Unternehmer und in den USA wegen schweren Betrugs angeklagt.

Das US-Justizministerium wirft Okhotnikov und weiteren Beteiligten vor, ein globales Schneeballsystem betrieben zu haben, das Anleger um insgesamt 340 Millionen US-Dollar gebracht haben soll. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. In Georgien wurde er bereits 2024 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Okhotnikov floh in die Vereinigten Arabischen Emirate und soll seine Geschäfte seither von Dubai aus weiterführen.

Damit Okhotnikov für den Film drehen konnte, reiste Kevin Spacey persönlich nach Dubai. Der Unternehmer bestreitet alle Vorwürfe. Doch inzwischen geraten auch Elvira Paterson selbst ins Visier der Ermittler. Portugiesische Behörden untersuchen den Verdacht der Geldwäsche, nachdem ungewöhnliche Kontobewegungen festgestellt wurden, darunter eine Bar-Einzahlung von 312.000 US-Dollar.

Die für den 20. Dezember geplante Weltpremiere des Films in Lissabon wurde daraufhin abgesagt. Stattdessen fand die Premiere nun ausgerechnet während der Berlinale in der noblen Astor Film Lounge statt: volles Kino, strahlendes Filmteam, roter Teppich.

Doch der Glamour täuscht. Mit der Berlinale selbst hat der Film nichts zu tun. Die Produktionsfirma nutzte lediglich den Festivalzeitraum und mietete ein freies Kino. Ein symbolträchtiger Versuch, Nähe zum großen Filmgeschäft zu suggerieren.

Die Frage: Ist das wirklich der richtige Weg für Kevin Spaceys Comeback oder verstrickt er sich damit endgültig in neue Skandale?

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.02.2026, 09:09
Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen