Verändert diese Maschine die ganze Menschheit?

Der LHC-Teilchenbeschleuniger in 100 Metern Tiefe. 10.000 Wissenschaftler und Techniker aus mehr als 100 Staaten waren am Bau und der Planung beteiligt. Hunderte Universitätslehrstühle und Forschungsinstitute kooperieren. LH Thomas Stelzer besuchte mit einer Delegation das Forschungszentrum. Ein Ziel ist, dass mehr JKU-Doktoranten am CERN forschen können. (Video: Peter Reidinger)
Der LHC-Teilchenbeschleuniger in 100 Metern Tiefe. 10.000 Wissenschaftler und Techniker aus mehr als 100 Staaten waren am Bau und der Planung beteiligt. Hunderte Universitätslehrstühle und Forschungsinstitute kooperieren. LH Thomas Stelzer besuchte mit einer Delegation das Forschungszentrum. Ein Ziel ist, dass mehr JKU-Doktoranten am CERN forschen können. (Video: Peter Reidinger)
Die Zukunft liegt 100 Meter unter der Erde. "Heute.at" war vor Ort im Teilchenbeschleuniger von CERN in der Schweiz.
Die Fahrt dauert wenige Sekunden. Am Ende steht der Lift im dritten Untergeschoss. Ein kleiner Screen im Aufzug zeigt an: -97 Meter. Die Tür geht auf, nach ein paar Schritten blicken wir der Zukunft ins Auge: Hier steht er, der LHC, der Large Hadron Collider.

Dieser Teilchenbeschleuniger sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Zeitreisen sind hier jetzt schon möglich. Zumindest an den Beginn des Universums, an die Sekundenbruchteile nach dem Urknall.



CommentCreated with Sketch.5 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Denn genau das wird mit dem LHC am CERN (auch) erforscht. LH Thomas Stelzer reiste im Rahmen eines Schweiz-Besuches nach Genf, um sich den Teilchenbeschleuniger in rund 100 Metern Tiefe anzusehen. „Einfach ein Ereignis", wie der LH nach dem Besuch feststellte.



Mit dabei auch Alberta Bonanni, Vizerektorin der JKU.

Erklärtes Ziel ist nämlich, dass es künftig mehr Doktoranten der JKU am CERN gibt. Erste Kontakte gibt es bereits mit Sepp Hochreiter, der das Labor für Künstliche Intelligenz an der JKU leitet. „Das ist für uns sehr wichtig", so Stelzer.

Die Pläne vom CERN selbst sind jedenfalls spektakulär. Der bisherige Teilchenbeschleuniger, der 27 Kilometer lang ist, soll von einem neuen, 100 Kilometer langen Beschleuniger abgelöst werden. Kosten: 15 Milliarden Euro. Ob gebaut wird, entscheiden die 22 Mitgliedsstaaten, also auch Österreich.

Was dann alle möglich sein wird, steht in den Sternen. Physiker glauben, dass Teilchenbeschleuniger eines Tages als Zeitmaschine dienen könnten. Es könnten Teilchen entstehen, mit denen man eines Tages Botschaften in die Vergangenheit oder die Zukunft übermitteln könnte.



Auch das Internet wurde am CERN erfunden



Am CERN wird aber nicht nur an hochkomplexen Teilchen geforscht. Hier wurde auch etwas erfunden, das uns alle täglich begleitet: Das Internet. Jener Rechner, auf dem das WWW im Jahr 1989 als CERN-Projekt von Tim Berners-Lee erfunden wurde, ist am Gelände ausgestellt. Und auch die Reaktion von Berner-Lee's Chef auf die Idee ist auf einem Memo zu lesen: „Vague, but exciting" („Unklar, aber aufregend").



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