Am Freitag gegen 15:30 Uhr kontaktierten unbekannte Täter telefonisch eine 39-jährige Frau in Feistritz im Rosental (Bezirk Klagenfurt-Land) und gaben sich als Mitarbeiter der Firma Microsoft aus. So erhielten sie von der Frau Zugriff auf den Privat-PC.
Nachdem sich die Frau aber weigerte, einen Geldbetrag von 1.000 Euro zu bezahlen, wurden die Inhalte des Computers sowie einer angesteckten externen Festplatte gelöscht.
"Bei sogenannten Tech Support Scams geben sich Betrüger als Mitarbeiter von Technologiekonzernen aus, um das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen. Eine aktuelle Microsoft-Studie zeigt jetzt das Ausmaß der betrügerischen Masche und auch, dass gerade die jüngere Generation der unter 40-jährigen überdurchschnittlich oft Opfer dieser Betrugspraxis wird", berichtet Microsoft.
Was zu beachten ist
In der Digital Crimes Unit von Microsoft arbeitet ein internationales Team an der Bekämpfung auch solcher Formen von Cybercrime.
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Bei 34 Prozent der Betroffenen wurde der Erstkontakt über Pop-up-Fenster und -Werbung hergestellt, bei 26 Prozent per Umleitung zu einer betrügerischen Website. Bei rund 24 Prozent wurde der Betrug mittels Spam-Mails eingeleitet und 16 Prozent wurden telefonisch kontaktiert.
Wichtig: Microsoft führt unter keinen Umständen unaufgefordert Telefonanrufe durch, in denen angeboten wird, ein schadhaftes Gerät zu reparieren oder persönliche oder finanzielle Daten angefordert werden. Jegliche Kommunikation mit Kunden wird durch diese selbst initiiert. Microsoft kontaktiert Nutzer auch nicht ungefragt telefonisch, um über neue Sicherheitsupdates zu informieren. Jeden Monat erhält Microsoft international rund 11.000 Beschwerden von Kunden, die von entsprechenden Betrugsversuchen berichten.
Was man tun kann
- Telefongespräche dieser Art so schnell wie möglich beenden bzw. auflegen.
- Nicht auf unerwünschte und verdächtige Pop-up-Fenster klicken und keinesfalls eine darin möglicherweise angezeigte Telefonnummer anrufen. Ein Neustart behebt das Problem störender Pop-Up-Fenster meistens.
- Niemals einem Dritten Kontrolle über ihren Computer geben. Es sei denn es ist sichergestellt, dass dieser ein berechtigter Vertreter eines Computer Support Teams ist, mit dem bereits eine Kundenbeziehung besteht.
- Auf keinen Fall Fremdsoftware erwerben und/oder auf dem eigenen Endgerät installieren.
- Bitte den Scam unter microsoft.com/reportascam melden, damit er nachverfolgt werden kann.
- Den Betrugsversuch bei der örtlichen Polizei anzeigen. (rfi)