Erst Prügel, dann Schüsse bei Streit unter Asylwerbern

In Villach eskalierte ein Streit unter zwei Asylwerbern. Symbolbild
In Villach eskalierte ein Streit unter zwei Asylwerbern. SymbolbildGERT EGGENBERGER / APA / picturedesk.com
Gleich drei Mal traf ein Asylwerber (26) in Villach auf einen Palästinenser – und wurde jedes Mal attackiert, verprügelt und sogar angeschossen.

Die Landespolizeidirektion Kärnten berichtete am Freitag über die brutalen Übergriffe:

Demnach war es am Dienstag in den Nachtstunden zwei Mal zu Auseinandersetzungen zwischen einem 26-jährigen Asylwerber aus Somalia und einem vorerst unbekannten Mann gekommen. Dabei wurde der Asylwerber erst mit einem Messer bedroht und einem Ast geschlagen.

Beim zweiten Vorfall schoss der unbekannte Täter mit einer Luftdruckwaffe mehrmals auf den 26-Jährigen, wobei dieser dadurch Verletzungen unbestimmten Grades erlitt und deshalb im LKH Villach versorgt werden musste.

Am Mittwoch kam es zu einem dritten, zufälligen Aufeinandertreffen der beiden. Ach da wurden mehrere Schüsse aus der Luftdruckwaffe auf den Somalier abgegeben, wobei es jedoch zu keinen Verletzungen kam.

Kontrahent stellte sich Polizei

Als das Stadtpolizeikommando Villach ihm bei den Ermittlungen auf die Spur kam, sah sich ein asylberechtigter Palästinenser (28) veranlasst, sich am Donnerstag zur Mittagszeit der Polizei zu stellen. Die Tatwaffe samt Munition und ein Messer wurden der Exekutive freiwillig übergeben und sichergestellt.

Als Grund für sein Handeln, gab der Palästinenser an, dass er vom Somalier beleidigt und ebenfalls verletzt worden sei.

Von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde die Festnahme des Verdächtigen angeordnet. Dieser wurde in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert.

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