Schon nach nur drei Minuten der letzten Trainingssession auf dem Stadtkurs fing die TV-Kamera einen über die Strecke laufenden Waran ein. Der Vierbeiner krabbelte vor der Zielkurve der Strecke über die Fahrbahn.
Zu diesem Zeitpunkt waren nur die beiden Aston-Martin-Piloten Fernando Alonso und Lance Stroll auf der Strecke. Beide fuhren zurück in die Boxengassen, um dem Waran so auszuweichen.
Nach einigen Minuten des Abwartens entschied Rennleiter Niels Wittich dann, die Session mit einer Roten Flagge abzubrechen. Streckenposten rückten derweil mit Fangnetzen aus, um den Waran von der Strecke und in Sicherheit zu bringen.
Dies gelang scheinbar. Denn wenige Augenblicke später gab die Rennleitung die Strecke wieder frei.
In den Qualifying-Simulationen stellte McLaren-Star Lando Norris dann seine Favoritenrolle auf die Pole Position unter Beweis. Mit 1:29,646 gelang dem Briten eine Traum-Runde, der WM-Zweite schüttelte die Konkurrenz deutlich ab. George Russell im Mercedes hatte als erster Verfolger bereits 0,479 Sekunden Rückstand. Und McLaren-Teamkollege Oscar Piastri als Dritter bereits 0,785 Sekunden.
Dreifach-Weltmeister Max Verstappen machte nach einem ernüchternden Freitag zwar einen Schritt nach vor, sein Rückstand als Trainings-Vierter betrug aber bereits 0,894 Sekunden.
Überraschend klar geschlagen wurden die beiden Ferraris. Charles Leclerc, der sich am Freitag noch mit Norris an der Spitze duellierte, bekam als Fünfter bereits 0,913 Sekunden aufgebrummt. "Wir sind sehr langsam", klagte der Monza-Sieger am Funk. Sein Teamkollege Carlos Sainz riss als Sechster bereits 1,161 Sekunden auf. Bei Ferrari war die Ratlosigkeit groß. Es könnte sich aber auch bloß um einen Bluff handeln.