Erste Ausfahrt: Opels neuer Insignia Sports Tourer

Leichter, größer aber dynamischer, lautete das Motto bei der neuen Kombi-Version des Opel Insignia. "Heute" konnte ihn bereits fahren.

Nach der zweiten Generation des Insignia Grand Sport, also der Limousine, stellte Opel jetzt in Hamburg auch den Sports Tourer, also den neuen Kombi vor.

Der Wagen wiegt jetzt, je nach Antrieb und Ausstattung, bis zu 200 Kilogramm weniger (der Vorgänger war 1.487 bis 1.716 Kilogramm schwer). Erreicht wurde das in erster Linie durch neue Leichtbaumaterialien.

"Der Sports Tourer ist nicht nur ein Flaggschiff, sondern auch ein Raumschiff", sagt Kommunikationschef Martin Golka. Damit meint er nicht nur die neuesten Technologien in Form von Assistenten, das Entertainment-System mit Touchscreen und Bose-Soundanlage oder (auf Wunsch) WLAN und das Opel-eigene Concierge-Service OnStar.

Der Insignia Sports Tourer bietet jetzt tatsächlich mehr Platz als früher: Der Radstand wuchs um 92 Millimeter auf 2.829 mm an, am Rücksitz stieg die die Kopffreiheit um 31 mm; Schultern und Hüften haben immerhin 25 bzw. 27 mm mehr Platz. Das verdankt man auch einer um 11 mm breiteren Spur. Der Kofferraum bietet jetzt ebenfalls mehr Platz, nämlich zwischen 560 und – bei umgeklappter Rückbank – 1.665 Liter, also 130 mehr als bei der ersten Generation.

Zahlreiche Motoren

Trotz der größeren Innenmaße ist der Wagen nur in der Länge leicht auf 4.986 Millimeter gewachsen und ist weiterhin nur 1.500 Millimeter hoch – auch wenn er jetzt etwas tiefer sitzt, um ein sportlicheres Flair zu vermitteln.

Dabei sollen auch einige Änderungen beim Antrieb helfen. Zum ersten Mal verbaute Opel eine 8-Gang-Automatik und verbesserte nach eigenen Angaben seine Turbobenziner: Die leisten jetzt zwischen 140 PS (1,5 Liter Hubraum) und 260 PS (2 Liter); die Turbodiesel gibt es von 110 PS (1,6 Liter) bis 170 PS (2 Liter).

In ersten Testfahrten macht der 136 PS mit einem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe dem Namen Sports Tourer aber nicht ganz Ehre. Er geht gut, doch echte Sportlichkeit kommt natürlich nicht auf. Da benötigt man schon etwas mehr "Rumms" – wie etwa beim 260-PS-Turbobenziner mit der 8-Gang-Automatik, der aber im Hamburger Morgenverkehr nur andeuten konnte, was in ihm steckt. Die Straßenlage und das Handling sind jedenfalls – in beiden Versionen – für einen Kombi beeindruckend, der Fahrer sitzt sehr bequem.

Für Individualisten

Wer ein optisch ganz individuelles Fahrzeug haben will, dem wird das neue „Opel Exclusive"-Konzept gefallen: Es gibt nicht nur eigene Dekor-Elemente und Lederausstattungen, sondern auch die Möglichkeit, aus einer grenzenlosen Farbpalette seinen absoluten Lieblingston auszusuchen.

"Wir mischen dann die Farbe und schicken Ihnen ein Lackmuster um sicherzugehen, dass es wirklich genau die Farbe ist, die Sie sich vorgestellt hatten. Wenn dem so ist, dann lackieren wir den Wagen genau in diesem Ton", erklärt Marketing-Manager Jerome Bailleul im "Heute"-Gespräch. Dieses Individualisierungskonzept wird es erst ab Herbst geben, soll dann aber in Folge für weitere Modelle der Rüsselsheimer verfügbar sein.

Die Preise

Den Insignia Sports Tourer selbst gibt es aber schon jetzt, wenn auch noch nicht in allen Motorenvarianten – die Diesel mit 110 PS und 136 PS kommen ebenfalls im Herbst. Derzeit gibt es als Einstiegsvariante einen Benziner mit 140 PS, der 30.790 Euro kostet. Die 170- PS-Diesel beginnen bei 36.930 Euro, die Spitzenversion des 260-PS-Benziners schlägt sich mit 46.530 Euro nieder. Zur Markteinführung bietet Opel jedoch Rabatte, welche die Preise um rund 2.000 bis 3.000 Euro – je nach Ausführung – drücken.

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