Der 61-Jährige war am Sonntag mit seinem Hund nahe des Flugplatzes Linz Gassi. Gegen 13.30 Uhr schlug der Vierbeiner in einem Wald an.
Als der Spaziergänger nachschaute, was den Vierbeiner so aufregte, fand er die kleinen Tiere. Sie lagen auf einem Haufen neben dem Weg. Der Mann rief sofort die Polizei.
Kurze Zeit später trafen eine Streife, die Feuerwehr und die "Icara"-Tierrettung ein. Die Mitarbeiter konnten nur noch den Tod der Schlangen feststellen.
Die Einsatzkräfte vermuten, dass die Reptilien dort lebendig entsorgt wurden. Über die Gründe dafür konnte vorerst nur spekuliert werden. Icara erstattete jedenfalls Anzeige wegen Tierquälerei. Die Polizei ersucht die Bevölkerung um Hinweise.
Mitarbeiter des Linzer Zoos haben die Schlangen inzwischen einer Gattung zugeordnet: Es soll sich um Madagaskar-Boas handeln.
In den Tierheimen landen aktuell vermehrt exotische Tiere. Bei der Organisation "Tierschutz Austria" in Vösendorf (Bez. Mödling) etwa wurden vor kurzem vier Boas abgegeben.
Der Grund für die Abgaben: Wegen der massiv gestiegenen Stromkosten ist der Betrieb von Terrarien deutlich teurer geworden.