Erste Corona-Lerngruppen angezeigt, es drohen Strafen

30 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren sollten im Bezirk Grieskirchen in einer illegalen Lerngruppe unterrichtet werden. (Symbolbild).
30 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren sollten im Bezirk Grieskirchen in einer illegalen Lerngruppe unterrichtet werden. (Symbolbild).Getty Images
Im Bezirk Grieskirchen liegt der Verdacht nahe, dass eine illegale Lerngruppe gegründet worden ist. Der Fall liegt nun bei der BH. 

Wie die OÖ Nachrichten berichteten, war in Achleiten in der Gemeinde Peuerbach (Bez. Grieskirchen) eine illegale Lerngruppe gemeldet worden. In der Jausen-Stubn werden offenbar 30 Kinder (im Alter von sechs bis 14 Jahren) gemeinsam unterrichtet. Sie alle wurden von ihren Eltern von der Schule abgemeldet. 

Angeboten wird die "individuelle Unterstützung bei der Festigung von Lern- und Wissensinhalten" vom Verein "Hallo Welt!". Gründer des Vereins sind Michael K. und seine Frau Daniela. Der ehemalige Leiter mehrerer Volksschulen im Bezirk Grieskirchen war von der Bildungsdirektion freigestellt worden, weil er sich in der Schule weigerte Maske zu tragen, wie die OÖN schreiben. 

Zahl der als illegal gemeldeten Lerngruppen nicht bekannt

Der Gründerin zu Folge werden in der Jausenstube keine Corona-Tests gemacht. Das Ganze sei auch nicht als illegale Lerngruppe, sondern wie eine "Betreuung bei Tagesmüttern zu" verstehen.

"Das hier ist keine Schule, sondern eine Lern- und Freizeitbetreuung. Der Heimunterricht findet am Nachmittag in den Familien statt", wird auch eine Mutter zitiert, die ihre Tochter nach vier Jahren Volksschule vom Unterricht abgemeldet hat.

Aber auch andernorts wurden illegale Lerngruppen gemeldet. "Wie viele das sind, können wir in der Gesamtsumme gar nicht sagen, denn auch bei der Bezirksverwaltung direkt gehen Anzeigen ein", heißt es auf "Heute"-Anfrage von der Bildungsdirektion OÖ.

BH legt Strafen fest

Verdachtsfällen werde nachgegangen und genau geprüft. Handelt es sich tatsächlich um eine illegale Lerngruppe – die Kinder werden nicht zu Hause von den Eltern unterrichtet –  liegt es an der Bezirkshauptmannschaft eine entsprechende Strafe festzulegen. Unterricht, der nicht dem häuslichen Unterricht entspricht, ist als genehmigungspflichtige Privatschule zu verstehen.

Der Unterschied zur Nachhilfe? "Illegale Lerngruppen sind sehr gut organisiert und haben einen Stundenplan", so die Bildungsdirektion.

Der Fall in Achleiten wurde übrigens bereits von der Bildungsdirektion an die BH weitergeleitet. Sie entscheidet was weiter passiert.

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