Erste Klinik muss zwischen Patienten entscheiden

In einer Klinik in Sachsen fehlt es mittlerweile an Beatmungsbetten, was die Ärzte zu drastischen Entscheidungen zwingt. (Symbolbild)
In einer Klinik in Sachsen fehlt es mittlerweile an Beatmungsbetten, was die Ärzte zu drastischen Entscheidungen zwingt. (Symbolbild)picturedesk.com
Im stark betroffenen Bundesland Sachsen müssen Ärzte nach eigenen Aussagen mittlerweile Entscheidungen über Leben und Tod fällen.

Im Interview mit t-online.de bestätigte Dr. Mathias Mengel, der Ärztliche Direktor des Klinikums Oberlausitzer Bergland GmbH, dass in seiner Klinik schon mehrfach triagiert werden musste, weil nicht genügend Beatmungsbetten vorhanden waren. Dies berichtet auch n-tv. Triage wird die ärztliche Notfall-Entscheidung genannt, welche Patienten intensivmedizinisch behandelt werden können - und welche nicht.

"Wir sind im Epizentrum"

Die Ärzte in der Klinik im sächsischen Zittau seien in den vergangenen Tagen mehrere Male in der Situation gewesen, dass sie entscheiden mussten, welcher Patient Sauerstoff bekomme und wer nicht, wird der Arzt zitiert. Man versuche allerdings immer noch, Patienten in andere Kliniken zu verlegen. "Aber wir sind im Epizentrum, manche Häuser nehmen gar nicht mehr auf", so Mengel.

In Österreich konnte man bislang eine derart harte Triage-Situation verhindern. Die schwersten Fälle der zweiten Corona-Welle werden derzeit auf der Intensivstation des AKH Wien gesammelt. Mehr dazu >>

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