Kaum wurden nach dem Amoklauf von Newtownam Montag die ersten Kinder zu Grabe betragen, gab es schon den nächsten Amok-Alarm. Alle Schulen in Ridgefield im US-Bundesstaat Connecticut mussten wegen einer verdächtigen Person abgeriegelt werden. Die Polizei konnte allerdings später Entwarnung geben.
Kaum wurden nach dem Amoklauf von Newtown am Montag die ersten Kinder zu Grabe getragen, gab es schon den nächsten Amok-Alarm. Alle Schulen in Ridgefield im US-Bundesstaat Connecticut mussten wegen einer verdächtigen Person abgeriegelt werden. Die Polizei konnte allerdings später Entwarnung geben.
Nach dem Amoklauf in der US-Kleinstadt Newtown sind dort am Montag die ersten von 20 getöteten Kindern beerdigt worden. Zwei sechsjährige Buben wurden unter fahlem Himmel zu Grabe getragen, am Dienstag sollen zwei sechsjährige Mädchen zur letzten Ruhe gebettet werden.
Verdacht führte zu Schul-Schließungen
Nach der Schließung aller Schulen in einer Kleinstadt im US-Ostküstenstaat Connecticut wegen einer "möglicherweise verdächtigen Person" hat die Polizei Entwarnung gegeben. Bei einer Durchsuchung sei keine "gefährliche Aktivität" entdeckt worden, teilte die Polizei von Ridgefield am Montag nach zwei Stunden mit. Die Stadt liegt rund 30 Kilometer von Newtown entfernt, wo am Freitag ein 20-Jähriger an einer Grundschule 20 Kinder und sechs Frauen erschossen hatte.
Ridgefield liegt rund 30 Kilometer von Newtown entfernt, wo am Freitag ein Festnahme in LA
In Los Angeles im westlichen Bundesstaat Kalifornien wurde derweil ein Mann festgenommen, der im Internetnetzwerk Facebook gedroht hatte, mehrere Grundschulen anzugreifen. Die Festnahme sei am Sonntag erfolgt und die Polizei habe im Haus des Mannes mehrere Waffen gefunden, berichtete der Sender NBC4. Ein Polizeisprecher sagte, es habe Drohungen gegen mehrere Grundschulen gegeben. Nach Angaben der "Los Angeles Times" drohte der Mann auf Facebook, in den Schulen das Feuer zu eröffnen.
US-Bürger wollen schärfere Waffengesetze
Nach dem Massaker an einer US-Volksschule befürworten, laut einer am Montag veröffentlichte Erhebung von Reuters und Ipsos, 50 Prozent der Befragten Bürger schärfere Waffengesetze. In einer Umfrage kurz vor dem Mord an 20 Volksschulkindern sowie sechs Erwachsenen an der Sandy Hook Elementary School am Freitag befürworteten lediglich 42 Prozent einen solchen Schritt.
US-Präsident am Sonntag bei einer Trauerfeier bekräftigt. Am Montag beriet Obama mit Vize-Präsident Joe Biden, Justizminister Eric Holder, Bildungsminister Arne Duncan und Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius über die nächsten Schritte.
Wie reagiert die Waffenlobby?
Das Ausmaß der Tragödie von Newtown scheint auch einige bisherige Verfechter der Waffenfreiheit zum Umdenken zu bewegen: So schlossen sich die beiden ranghohen Demokraten Joe Manchin, Senator aus West Virginia, und Mark Warner, Senator aus Virginia, der wachsenden Zahl von Politikern in Washington an, die sich für schärfere Waffengesetze einsetzen wollen. In der Vergangenheit hat die Waffenlobby, namentlich die National Rifle Association (NRA) eine strengere Reglementierung des Waffenbesitzes in den USA stets zu verhindern gewusst.