Erste Stadt verbietet Elektro-Autos in Tiefgaragen

In der deutschen Stadt Kulmbach (Bayern) dürfen E-Autos nicht mehr in einer stadtbekannte Tiefgarage parken. Symbolbild.
In der deutschen Stadt Kulmbach (Bayern) dürfen E-Autos nicht mehr in einer stadtbekannte Tiefgarage parken. Symbolbild.Anke Waelischmiller / dpa Picture Alliance / picturedesk.com
Weil Brände von Elektro-Autos gar nicht so selten und besonders gefährlich sind, verbietet eine deutsche Stadt E-Autos in Tiefgaragen. 

Die bayrische Stadt Kulmbach reagiert nun auf einen gefährlichen Vorfall, der sich vor wenigen Monaten ereignete. Zwar brannte damals ein Benzin-Auto. Weil Experten aber zum Schluss kamen, dass es im Falle eines E-Auto-Brandes kaum möglich sei, das Fahrzeug zeitnah zu löschen, wurden diesen nun die Nutzung einer Tiefgarage untersagt. 

Konkret entschied die Stadt in Absprache mit der Feuerwehr die Tiefgarage unter dem Eku-Platz für Elektrofahrzeuge zu sperren. Der Hintergrund: Weil auf Grund der Batterie ein E-Auto nicht so schnell gelöscht werden kann, wie ein Benziner, würde in der Tiefgarage, die aus Beton, Stahl und Eisen besteht sogar akute Einsturzgefahr herrschen. Ähnliche Verbote gibt es in Deutschland bereits vereinzelt für Fahrzeuge mit Gasantrieb. Nun sind also auch erstmals Elektro- und Plug-In-Hybridautos betroffen. Das berichtet das Portal InFranken.de.

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Andere Städte könnten folgen. 

Nachdem besagte Tiefgarage im vergangenem Jahr brannte, musste sie für fünf Monate gesperrt werden. Die Sanierungskosten beliefen sich auf knappe 200.000 Euro. Ob auch andere Tiefgaragen in der Stadt mit einem ähnlichen Verbot belegt werden, hängt auch von den Bergungsmöglichkeiten durch die Feuerwehr ab. Denkbar wäre etwa festzuschreiben, dass E- und Hybridfahrzeuge nur im Erdgeschoss eines Parkhauses stehen dürften. 

Angesprochen auf das Verbot erklärte die zuständige Stadtverwaltung, dass man sich bewusst sei, dass sich Lenker von elektrischen Pkw nun benachteiligt fühlen könnten. Allerdings stehe die Sicherheit der Bevölkerung an erster Stelle. Angeblich überlegen jetzt sogar auch andere Städte dem Vorbild Kulmbachs zu folgen. 

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