Erste Wahl nach Corona: Steirer setzen auf Wahlkarten

Wahlkarten boomen: Fast dreimal so viele Steirer wie noch 2015 nutzen die Briefwahl.
Wahlkarten boomen: Fast dreimal so viele Steirer wie noch 2015 nutzen die Briefwahl.Ernst Weingartner / picturedesk.com
Die steirischen Gemeinderatswahlen sind die ersten Wahlen der Corona-Zeit - und das merkt man. 

Eigentlich hätten die Gemeinderatswahlen am 22. März stattfinden sollen, doch wegen Corona werden sie jetzt gut drei Monate später nachgeholt. Trotz der zahlreichen Lockerungen, zieht es die Wähler am kommenden Wochenende aber weniger ins Wahl-Lokal, dafür häufiger zum Briefkasten.

Vorteil für Bürgermeister

Etwa 150.000 der 804.000 wahlberechtigen Steirer haben ihre Stimme bereits via Wahlkarte abgegeben. Das sind fast dreimal so viele wie noch 2015. Somit könnten unter den gültigen Stimmen heuer ein Viertel Wahlkarten sein.

Auch sonst scheint der Wahlkampf in den 285 steirischen Gemeinden von Corona geprägt: weniger Veranstaltungen, kaum Hausbesuche, dafür mehr Kommunikation über die sozialen Medien. Erst in den letzten Tagen machten die steirischen Parteien wieder mobil und gingen mit ihren Wahl-Info-Ständen in Fußgängerzonen u.ä. auf Stimmenfang. 

Die Ausgangslage der Parteien ist dabei völlig unterschiedlich: Die ÖVP möchte ihren Höhenflug fortsetzen, SPÖ und FPÖ wollen die Trend-Umkehr schaffen. Grüne, KPÖ und Neos rechnen sich vor allem punktuell in den Kommunen Erfolgschancen aus. Doch auch hier könnte den "Kleinen" Corona dazwischen"pfuschen". Politologen sehen in der Krise eher die amtierenden Bürgermeister im Vorteil. 

Gemeinderatswahlen Steiermark ohne Graz
Gemeinderatswahlen Steiermark ohne GrazAPA-Grafik / picturedesk.com
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