Am Donnerstagabend sah der 63-Jährige den 3:2-Erfolg der "Red Devils" gegen Arsenal noch von der Tribüne aus, nur zwölf Stunden nach dem Schlusspfiff stellte sich Rangnick der Presse vor. Der Deutsche wird United bis Saisonende coachen, danach zwei Jahre als Berater tätig sein.
Bereits am Sonntag wird der einstige Salzburg-Trainer und -Sportdirektor gegen Crystal Palace erstmals auf der Trainerbank Platz nehmen. "Ich freue mich sehr, zu Manchester United zu wechseln und konzentriere mich darauf, diese Saison zu einer erfolgreichen Saison für den Verein zu machen", leitete der Deutsche ein.
Mit Spannung wurde erwartet, welche Pläne Rangnick mit Superstar Cristiano Ronaldo hat, schließlich ist der 63-Jährige ein Verfechter des Pressing-Fußballs, Ronaldo allerdings nicht für seine Laufstärke bekannt. Trotzdem geriet Rangnick auf den 36-Jährigen angesprochen ins Schwärmen. "Ich habe Cristiano gestern gesehen, ein Top-Profi. Ich habe keinen Spieler gesehen, der in so einem Alter noch so fit ist. Er kann leicht den Unterschied ausmachen", lobte Rangnick.
Gleichzeitig unterstrich der Deutsche allerdings den Teamgedanken. "Wir spielen in der stärksten Liga der Welt, da brauchen wir alle Spieler. Aber was ich von Cristiano Ronaldo gestern gesehen habe, ist er absolut gewillt, sich im Team einzubringen. Und das müssen die anderen Teamkollegen auch machen", so Rangnick weiter.
In welche Richtung sich die "Red Devils" entwickeln sollen, deutete Rangnick ebenfalls an. "Wir benötigen mehr Kontrolle, mehr Geschwindigkeit. Und wir müssen die Fehler abstellen. Denn die Mannschaft ist unglaublich talentiert", führte Rangnick aus. Nun wolle er jedenfalls "Step by Step" vorgehen. "Die Ergebnisse sind das Wichtigste, dann können die Spieler immer mehr meine Ideen umsetzen. Wir wollen proaktiven Fußball spielen, aber nicht nur, um Pressing oder Gegenpressing zu betreiben, sondern um Kontrolle zu haben. Das können wir aber nicht in einer oder zwei Wochen umsetzen", führte der Deutsche weiter aus.
An der körperlichen Fitness kann und will Rangnick wenig verändern. Nun gehe es darum "den Kopf zu trainieren. Der Fußball hat sich komplett verändert, wir müssen die Gehirne der Spieler trainieren", meinte der 63-Jährige.
Eine Absage erteilte Rangnick derweil den Spekulationen, er könne Erling Haaland zu United lotsen, dafür eine Prämie in der Höhe von zehn Millionen Euro einfahren. "Es gibt keine Klauseln in meinem Vertrag, dass ich neue Spieler holen müsste. Erling ist ein fantastischer Angreifer, das weiß mittlerweile die ganze Welt. Aber auch unsere offensive Power ist top", erklärte der Deutsche.
Am Sonntag werden nun alle Augen auf der Insel Richtung Old Trafford gerichtet sein.