Das 1:4-Debakel am Samstagabend gegen Japan war zu viel. Deutschlands Fußballverband zog die Reißleine, setzte den glücklosen Hansi Flick vor die Türe. Nach fünf Spielen ohne Sieg – darunter vier Niederlagen. Und schlimmer noch: einem spielerischen Totalausfall gegen Japan.
Nun läuft die Suche nach einem neuen Bundestrainer bereits auf Hochtouren. Im Test-Kracher gegen Frankreich sitzt am Dienstagabend Sportdirektor Rudi Völler ein letztes Mal auf der DFB-Betreuerbank. Dann soll ein neuer Coach gefunden werden. Doch die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht.
Denn aus dem engen Kandidatenkreis hat sich ein Coach laut "Bild" schon wieder verabschiedet: Matthias Sammer. Der aktuelle Dortmund-Berater galt als einer der Favoriten auf die Flick-Nachfolge. Dem Bericht zufolge wolle der 56-Jährige nicht mehr als Trainer arbeiten.
Stattdessen kristallisiert sich dem Bericht zufolge ein klarer Favorit heraus: Julian Nagelsmann. DFB-intern werde der 36-Jährige als Wunschlösung gehandelt. Nun sollen Völler, DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Vize Hans-Joachim Watzke eine Plus-Minus-Liste der Kandidaten erstellen. Zum Problem bei Nagelsmann könnten eine fällige Ablöse an die Bayern sowie das üppige Gehalt des Trainers von rund sieben Millionen Euro werden. Darüber hinaus ist noch nicht klar, ob sich der erst 36-Jährige den Job überhaupt vorstellen kann.
Weiterhin im Rennen sind auch der aktuell vereinslose Oliver Glasner, genauso wie Niederlande-Star-Coach Louis van Gaal, allerdings bevorzuge der DFB einen deutschen Trainer. So wird neben Nagelsmann auch immer wieder der Name des aktuellen Türkei-Trainers Stefan Kuntz genannt. Durch die Medien geistert zumindest als Übergangscoach auch der Name Felix Magath, dass dieser aber tatsächlich ein Thema ist, darf bezweifelt werden. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hat kein Interesse.
Jedenfalls kein Thema ist Österreichs erfolgreicher Teamchef Ralf Rangnick, der kein Interesse hat, nach Deutschland zu wechseln.