Erster ÖSV-Star ohne Impfung: "Danke für Akzeptanz"

Franziska Gritsch
Franziska GritschGEPA
ÖSV-Athletin Franziska Gritsch verzichtet auf einen Start in Killington, weil sie sich nicht gegen Corona impfen lassen will. Was ist der Grund?

Die Corona-Zahlen explodieren, Österreich befindet sich zum vierten Mal im Lockdown. Auch in anderen Ländern steigen die Zahlen, außerdem gelten strenge Regeln. So ist ein Start bei den US-Rennen in Killington am Wochenende nur mit einem Corona-Impfschutz möglich. Doch ÖSV-Athletin Franziska Gritsch sagt Nein zur Impfung - damit auch zu den Weltcup-Rennen in Übersee.

"Das Leben führt uns zu Kreuzungen, wo wir Entscheidungen treffen müssen. Meine Entscheidung ist, dass ich aktuell nicht geimpft bin. Ich denke, es ist eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung und wünsche mir, dass diese akzeptiert und auch respektiert wird", schreibt Gritsch in ihren sozialen Medien. 

Weiters meint sie: "Es ist und war für mich nicht die leichteste Entscheidung. Ich danke meiner Familie und Freunden, meinen Trainern und allen Beteiligten, die jeden Tag versuchen, das Beste mit mir zu kreieren und aus mir rauszuholen, trotz der ganzen Umstände."

Weitere ÖSV-Kolleginnen haben mit der Impfung offenbar kein so großes Problem. Für das Rennen in Killington nominierte der rot-weiß-rote Skiverband ein elfköpfiges Aufgebot: Im Riesenslalom werden Stephanie Brunner, Ricarda Haaser, Katharina Huber, Katharina Liensberger, Elisa Mörzinger, Ramona Siebenhofer und Katharina Truppe fix antreten.

Zwei weitere Startplätze werden per Trainer-Entscheidung aus einem Trio mit Magdalena Egger, Chiara Mair und Marie-Therese Sporer vergeben. Im Slalom starten Liensberger, Brunner, Huber, Sporer, Truppe, Egger, Mair und Katharina Gallhuber.

Olympia kein Thema?

Ihr Weltcup-Debüt feierte die 24-Jährige im Dezember 2017. Der größte Erfolg der Allrounderin ist WM-Silber im Team-Bewerb 2019. Im Kombinations-Weltcup 2019/20 belegte sie Platz vier. Mit ihrer Entscheidung gegen die Corona-Impfung verzichtet Gritsch wohl auch auf einen Start bei den Olympischen Winterspielen im Februar 2022 in Peking. Auch für den Aufenthalt in China ist ein Impfschutz vorgeschrieben. 

"Danke für eure Akzeptanz und Respekt", beendet Gritsch ihr Posting. Eine Reaktion des ÖSV auf ihre Entscheidung steht noch aus.

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