Niederösterreich

Erster Patient im Jahr 2021 in Haringsee ist ein Marder

Der kleine Marder wurde zitternd und apathisch in Wittau aufgefunden. Er wurde zur Behandlung in die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee gebracht. 
Tanja Horaczek
05.01.2021, 12:46

Er hat keine Feder, ist aber trotzdem Patient in der Eulen- und Greifvogelstation in Haringsee (Gänserndorf). Der kleine Marder wurde mit starken zentralnervösen Symptomen in Wittau (Groß Enzersdorf) gefunden. Er war durch sein Zittern kaum fähig, sich gerade zu halten oder gar zu laufen. Da Marder sehr anfällig sind, an der Infektionskrankheit Staupe zu erkranken, befürchteten die Mitarbeiter der Auffangstation, dass sich der kleine Patient damit infiziert hatte.

Unfall mit Schädeltrauma

Diese Viruserkrankung kann ähnliche Symptome hervorrufen und ist in vielen Fällen leider nicht heilbar. "Deshalb waren wir sehr erleichtert, als es dem Kleinen nach der ersten Nacht bei uns schon deutlich besser ging und er sehr gut auf die verabreichten Medikamente ansprach", teilten die Mitarbeiter mit. Sie gehen mittlerweile davon aus, dass der Marder durch einen Unfall ein Schädeltrauma davongetragen hat und glücklicherweise keine schlimme Virusinfektion vorliegt. Nach einigen Tagen Ruhe sollte er wieder völlig gesund werden. Dann wird er wieder in seinem Revier freigelassen. 

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