Erstes Bundesland bietet freie Impfstoffwahl

Das Impfzentrum in der Dolomitenhalle in Lienz, Osttirol
Das Impfzentrum in der Dolomitenhalle in Lienz, OsttirolJohann Groder / EXPA / picturedesk.com
Müssen viele noch auf ihren ersten Termin warten, wird andernorts am 4. Juli komplett auf die Anmeldung verzichtet. Der Impfstoff ist frei wählbar.

4.621.626 Menschen, also 58,71 Prozent der impfbaren Bevölkerung, haben mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Davon haben 2.838.002 Menschen (36,05 Prozent) einen vollständigen Impfschutz. Viele, vor allem Jüngere, müssen also auch Ende Juni noch auf ihren ersten Termin warten.

So hatten auch in Tirol noch lange nicht alle die Möglichkeit zur Teilimmunisierung. Vor allem für einen unbeschwerten Sommer ist es aber essenziell, zumindest eine Dosis vor mindesten 21 Tagen erhalten zu haben, um freien Zutritt in alle Bereiche zu bekommen, ohne sich jedes Mal davor testen zu lassen.

Öffnet die Impfzentren

Tirol wagt deswegen einen unüblichen Schritt. Am Sonntag, dem 4. Juli, werden alle Impfzentren für Kurzentschlossene geöffnet. An diesem Tag werden ausschließlich Erstimpfungen verabreicht, die Voraussetzung eines Termins fällt weg. Auch kann man an diesem Tag frei zwischen den Vakzinen BioNTech/Pfizer, Johnson & Johnson sowie AstraZeneca wählen.

Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht. Mitzubringen sind lediglich. der analoge gelbe Impfausweis (sofern vorhanden), die eCard, ein gültiger Lichtbildausweis und der – am besten bereits zuhause ausgefüllte – Aufklärungs- und Dokumentationsbogen, der unter www.tirol.gv.at/tirolimpft abrufbar ist. Direkt vor Ort werden gleich auch die Zweitimpftermine vereinbart.

Ausreichend Impfstoff

Mittlerweile gibt es ausreichend Impfstoff, sodass wir allen impfbereiten Tirolerinnen und Tirolern nächsten Sonntag, am 4. Juli, unkompliziert und spontan eine erste Impfung anbieten können. Das Impfen stellt einen großen Beitrag für die persönliche Gesundheit wie auch für die Gemeinschaft dar, bringt uns unsere gewohnte Normalität zurück und trägt dazu bei, die Virusmutationen in Schach zu halten – daher lade ich alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich an diesem tirolweiten Impftag mit dem Impfstoff ihrer Wahl impfen zu lassen", erklärt Tirols Landeshauptmann Günther Platter. Auch die jüngsten sind dabei herzlich eingeladen, unter 14 Jahren benötigt man aber das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten.

Insgesamt sei das aktuelle Infektionsgeschehen in Tirol erfreulich, dennoch gelte es, auf der Hut zu sein, wie LH Platter und Gesundheitslandesrätin Leja betonen: "Die Coronakrise ist noch nicht ausgestanden, insbesondere die Delta-Mutation sorgt in manchen Ländern bereits wieder für einen Anstieg der Neuinfektionen. Die Impfung ist nach wie vor das wirksamste Rezept gegen das Coronavirus und seine Mutationen. Je rascher die Impfungen voranschreiten und je mehr Personen sich impfen lassen, desto weniger hat auch die Delta-Variante eine Chance, sich hierzulande auszubreiten."

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