Zum heurigen Tag der Arbeit und Staatsfeiertag kann die SPÖ endlich wieder zum traditionellen Maiaufmarsch auf den Wiener Rathausplatz einladen. Zwei Jahre lang musste man pandemiebedingt pausieren, nun soll unter dem Motto "Entschlossen den Wiener Weg gehen" den sozialdemokratischen Grundwerten gedacht werden.
Schon frühmorgens werden sämtliche 23 Bezirksorganisationen mitsamt ihrer befreundeter Organisationen im Sternmarsch aus den Bezirken in die Innere Stadt ziehen. Ab 9 Uhr werden sie reihenweise am Rathausplatz eintrudeln, wo für 10.15 Uhr der Start der Schlusskundgebung geplant ist.
Im Rahmen derer werden SPÖ Wien-Vorsitzender und Bürgermeister Michael Ludwig, Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl, die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Marina Hanke sowie natürlich SPÖ-Bundesvorsitzende Pamela Rendi-Wagner sprechen.
Nach dem großen Finale sind alle Besucher zum "Mercato Rosso" vor der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße, direkt gegenüber des Rathauses, eingeladen. Neben kulinarischer Versorgung wird auch ein musikalisches Rahmenprogramm, Kinderanimation sowie ein Bücherstand geboten.
Um 14 Uhr findet dann schließlich das traditionelle Maifest im Prater statt. Dieses wird organisiert von der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter*innen gemeinsam mit dem Wiener Kulturservice und dem Wiener Praterverband. Von 12 bis 17 Uhr gibt es außerdem einen Tag der offenen Tür des Waschsalons Karl-Marx-Hof.
Bereits am Vorabend, dem 30. April, findet der ebenso traditionelle Fackelzug der SPÖ-Jugendorganisationen statt. Sie treffen sich um 20 Uhr vor der Wiener Staatsoper und ziehen zum Rathausplatz, wo Kreiml & Samurei ein Konzert geben werden. Das Motto der Demonstration lautet "Dem Krieg keinen Frieden".
Wer die Pandemie nicht als Grund zur Absage, sondern erst recht als Anlass für teils gewalttätige Proteste nahm, ist das Spektrum der Impf- und Maßnahmengegner. Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren rufen auch sie am 1. Mai zu einer "Mega-Demo" auf.
2022 soll es die erste größere Aktion des Jahres werden. Die großen Massen werden dem Aufmarsch angesichts der ausgesetzten Impfpflicht und Corona-Maßnahmen aber wohl fernbleiben. Ein Aufeinandertreffen sollte jedenfalls verhindert werden.