Vater und Tochter (6) tot

"Es gibt Einsätze, die uns sprachlos zurücklassen"

Bei einem Traktorunfall in Satteins sind ein Vater und seine Tochter verstorben, die vierjährige Schwester wurde verletzt. Die Einsatzkräfte trauern.
André Wilding
15.07.2026, 11:57
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein tragischer Unfall erschüttert die Vorarlberger Gemeinde Satteins. Ein Mann war am Dienstag gemeinsam mit seinen beiden Töchtern auf einem Wiesengelände im Bereich Zwischentobel unterwegs, als es zu einem folgenschweren Unglück kam.

Der Vater fuhr mit einem Traktor samt Anhänger über das Gelände. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet das Gespann ins Rutschen, verlor den Halt und überschlug sich – "Heute" berichtete über den tragischen Unfall.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Für den Lenker und seine sechsjährige Tochter kam jede Hilfe zu spät. Beide erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Die vierjährige Tochter wurde verletzt und nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber in das Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht.

Mädchen wartete stundenlang auf Hilfe

Besonders tragisch: Der Unfall blieb zunächst unentdeckt. Erst am Nachmittag ging der Notruf bei den Einsatzkräften ein. Zu diesem Zeitpunkt waren der Vater und das ältere Kind bereits tot. Die vierjährige Schwester musste also stundenlang auf Hilfe warten.

Nach der Alarmierung rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus. Neben Rettung und Notarzthubschrauber standen die Freiwilligen Feuerwehren Satteins und Frastanz, die Bergrettung sowie die Polizei mit mehreren Streifen, einer Drohne und dem Polizeihubschrauber "Libelle" im Einsatz.

Zusätzlich wurde ein Kriseninterventionsteam angefordert, um Angehörige und Einsatzkräfte zu betreuen. Wie es zu dem folgenschweren Unfall kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Einsatzkräfte trauern

Bei den Einsatzkräften ist die Betroffenheit groß. "In tiefer Trauer und Verbundenheit Es gibt Einsätze, die uns als Retter an unsere Grenzen bringen – und es gibt Momente, die uns mitten ins Herz treffen und sprachlos zurücklassen. Gestern wurden wir zu einem tragischen Traktorunfall in der Nähe des Gulmweges gerufen. Gemeinsam mit dem Team des Rettungshubschraubers und der Polizei haben wir alles gegeben und versucht, zu helfen. Doch leider müssen auch wir schmerzhaft erkennen, dass wir nicht immer helfen können", teilt die Freiwillige Feuerwehr Satteins auf ihrer Facebook-Seite mit.

Und weiter: "Leider ist ein Vater und seine Tochter dabei ums Leben gekommen. Ein schwerer Weg und gelebte Kameradschaft Da uns ein teils enges persönliches Naheverhältnis mit den Opfern verbindet, stießen wir gestern nicht nur an fachliche, sondern vor allem an emotionale Grenzen. In dieser extrem schweren Situation hat die bereits mitalarmierte Feuerwehr Frastanz die Bergung für uns übernommen. Ein aufrichtiges und tief empfundenes Danke dafür. Unser tiefstes Mitgefühl Wir stehen fassungslos vor diesem Verlust."

"Unsere Gedanken, unsere Gebete und unser ganzes Mitgefühl gehören der Familie, den Angehörigen und allen Freunden. Wir wünschen euch allen für die kommende Zeit des Abschieds und der Trauer unendlich viel Kraft und gegenseitigen Halt", heißt es in dem Facebook-Posting weiter.

{title && {title} } wil, {title && {title} } 15.07.2026, 11:57