Mein Kleiner spielt via Chat "Räuber und Gendarm"

"Heute"-Redakteurin Sandra Kartik über die Corona-Zwangspause für Eltern.
"Heute"-Redakteurin Sandra Kartik über die Corona-Zwangspause für Eltern.Bild: heute.at
"Heute"-Redakteurin Sandra Kartik über die Corona-Zwangspause für Eltern.

Die Masken sind bestellt. Dabei ist weder Fasching, noch geht es hier um Spiele für Erwachsene. Im Gegenteil, es ist ernster denn je, wie alles, was uns momentan umgibt. Wer sich in der "Corontäne" noch seinen Humor bewahren kann, hat großes Glück. Da ich nicht gut nähen kann, habe ich eine befreundete Schneiderin gebeten, uns tragbare Mundschutz-Modelle für die ganze Familie zu machen. Meine Schwiegermutter näht auch schon fleißig für uns. "Cool", freut sich mein Sechsjähriger, "da werd' ich ausschauen wie ein Ninja!" Den Abenteuerfaktor im Corona-Ausnahmezustand zu finden, gelingt ihm als Einzigem in der Familie. Ich liebe und beneide ihn gleichermaßen dafür. Wir werden ihn nicht zum Einkaufen mitnehmen und auch nicht mit den Öffis fahren, aber zumindest sind wir bereit für die unlustigste Maskerade, die wir jemals tragen mussten.

Klar, es geht um Schutz und nicht um Unterhaltung. Letztere fehlt meinem Einzelkind übrigens immer mehr. So viel spielen kann man als Eltern gar nicht, es braucht andere Kinder. Deshalb "trifft" er sich nun mit Freunden zu Video-Meetings. Diese Zusammenkünfte sind echte Highlights für ihn, so wie abends auch für uns Erwachsene. Näher können wir uns jetzt eben nicht kommen. Doch als mein Sohn am Mittwoch mit einem Bildschirm zwischen sich und seinem besten Freund "Räuber und Gendarm" gespielt hat und dabei rief: "Hände hoch, oder ich schieße", traf mich das direkt ins Herz.

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Maria Theresia von ÖsterreichKolumneMaria Theresia von ÖsterreichKinderCoronavirus

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