Welt

"Es ist zehn nach zwölf" – Corona-Drama in Deutschland

Die Corona-Situation in Deutschland ist, ähnlich wie in Österreich, extrem angespannt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt vor einem Kollaps.
Nicolas Kubrak
19.11.2021, 12:29

Gemeinsam mit dem Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hielt Spahn am Freitag in Berlin eine Pressekonferenz, bei der beide über die dramatische Corona-Lage in Deutschland sprachen. "Die Dynamik ist ungebrochen", betonte der deutsche Gesundheitsminister.

„"Es ist zehn nach zwölf."“

Viele Krankenhäuser am Anschlag

Zur Lage in den deutschen Spitälern sagte Spahn: "Wir sind in einer nationalen Notlage, die auch eine gemeinsame Kraftanstrengung braucht.“ In einem Viertel der Landkreise liege die 7-Tage-Inzidenz bei über 500 und viele Krankenhäuser seien am Anschlag, betonte Wieler. „Wir müssen jetzt das Ruder herumreißen. Wir dürfen wirklich keine Zeit verlieren.“

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Der RKI-Präsident forderte außerdem eine Schließung von Hotspots wie zum Beispiel schlecht belüftete Bars, und betonte die Wichtigkeit der Impfung, die "sehr, sehr gut wirken". Die Impflücken müssten jetzt geschlossen werden, so Wieler.

Fortschritte beim Impfen

Jens Spahn verwies zudem auf Fortschritte beim Impfen. Er sagte, dass in der kommenden Woche mehr als sechs Millionen Dosen ausgeliefert würden nach zuvor um die vier Millionen. Mittlerweile seien wieder mehr als 45.000 Arztpraxen an Impfungen beteiligt, nachdem es im Sommer rund 20.000 seien und in der Hochphase 75.000. Laut des Gesundheitsministers gehe die Tendenz "klar in die richtige Richtung".