In den vergangenen Monaten kam es in Österreich vermehrt zu diversen Betrugsversuchen. Besonders raffiniert ist der sogenannte "Sohn/Tochter-Trick". Die Ganoven geben sich in einer Kurznachricht, die entweder per SMS oder Whatsapp verschickt wird, als Kind des Kontaktierten aus. Weil das alte Mobiltelefon angeblich beschädigt sei, müsse man Geld auf ein Konto überweisen. Nach wie vor fallen Gutgläubige auf diese Masche herein.
Es treiben Betrüger aber auch auf andere Art und Weisen ihr Unwesen. Einen solchen Fall schildert nun die LPD Kärnten. Anlassfall war eine geschädigte 40-Jährige. Sie verlor durch die Betrüger mehrere Tausend Euro. Das ist die Geschichte dahinter.
Am 05. April 2023 wurde eine 40-jährige Frau aus Villach von einem unbekannten Mann telefonisch kontaktiert. Dieser gab an, dass ein Onlinekonto mit Kryptowährung mit einer Einlage von mehreren zehntausend Euro auf dem Namen der Frau existieren würde und sie diese ausgezahlt haben könnte. Sie stimmte dem in weiterer Folge zu und folgte den Anweisungen des vermeintlichen Mitarbeiters einer Finanzverwaltungsfirma.
Die 40-Jährige lud sich auf ihrem Handy eine App herunter und gab der Täterschaft die Zugangsdaten. Um die Einlage ausbezahlt zu bekommen, musste die Frau einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag auf ein litauisches Konto überweisen. Drei Tage später wurde der Villacherin von einem zweiten Konto Geld abgebucht.
Anschließend brach der Kontakt zur Täterschaft ab. Die Frau erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen diesbezüglich laufen.