Die aktuelle Hitzewelle ist kein Ausreißer, sondern Teil eines klaren Trends. Schon jetzt fällt die Bilanz für das Wetterjahr 2026 deutlich aus: Sechs der ersten sieben Monate waren in Österreich wärmer als im langjährigen Mittel.
Mit den bevorstehenden heißen Tagen wird auch der Juli seine Temperaturbilanz weiter nach oben schrauben. Die anhaltende Hitze sorgt dafür, dass der Monat noch überdurchschnittlicher ausfällt.
Besonders deutlich wird die Entwicklung im Vergleich mit früheren Jahrzehnten. Gegenüber der Klimaperiode von 1961 bis 1990 liegen die Temperaturen heuer bereits um rund drei Grad über dem damaligen Durchschnitt.
Damit setzt sich ein Trend fort, der seit Jahren zu beobachten ist: Die Temperaturen steigen kontinuierlich an, außergewöhnlich heiße Monate treten immer häufiger auf.
Der Vergleich mit den historischen Klimadaten zeigt laut den vorliegenden Auswertungen deutlich, dass sich das Temperaturniveau verändert hat. Es wird immer wärmer - und die Werte liegen heute klar über jenen vergangener Jahrzehnte.
„Es wird immer wärmer, und früher war es nicht so“Wetter-Experte Marcus Wadsak
"6 von 7 Monaten heuer sind überdurchschnittlich warm verlaufen. Der Juli wird in den nächsten 3 heißen Tagen noch etwas nach oben ziehen. Vergleichen wir mit der Periode 1961 bis 1990 liegen wir sogar um 3 Grad über den damaligen Schnitt", schreibt Wetter-Experte Marcus Wadsak auf seiner Facebook-Seite und stellt dann unmissverständlich klar:
"Es wird immer wärmer, und früher war es nicht so!"
Am Mittwoch scheint verbreitet die Sonne, über dem Berg- und Hügelland bilden sich Quellwolken. Am Nachmittag ist über den Voralpen ein isoliertes Hitzegewitter nicht ganz auszuschließen, meist bleibt es jedoch trocken. Der Wind dreht auf Südost, weht aber maximal mäßig und 31 bis 36 Grad nimmt eine weitere markante Hitzewelle ihren Anfang.
Der Donnerstag verläuft häufig sonnig, ein paar Wolken ziehen aber von Beginn an durch und tagsüber bilden sich Quellwolken. Daraus entwickeln sich am Nachmittag vor allem über den Voralpen und im Waldviertel einzelne Hitzegewitter, im Flachland bleibt es meist trocken. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus südlichen Richtungen klettern die Temperaturen auf schweißtreibende 33 bis 38 Grad.
Am Freitag hält das sonnige Hochsommerwetter an, die Schauer- und Gewitterneigung ist vorerst gering. Tagsüber kommt mäßiger bis lebhafter Wind aus südlichen Richtungen auf und die Hitzewelle verschärft sich noch. Die Temperaturen steigen auf 34 bis 39 oder vereinzelt sogar 40 Grad, mit den höchsten Werten im östlichen Flachland.