Der Countdown zum Vorentscheid für den Song Contest läuft: Am 20. Februar (ORF1, 20.15 Uhr) wird live gewählt, wer Österreich beim großen Sing-Wettbewerb von 12. bis 16. Mai in Wien vertreten soll. Ex-ESC-Teilnehmer Cesár Sampson und Moderatorin Alice Tumler führen durch die Sendung.
Eine 43-köpfige, internationale Fachjury wählt auf Basis der Generalproben-Auftritte der zwölf Kandidaten. Auch das TV-Publikum darf mitentscheiden: Um 22.55 Uhr startet das Telefon-Voting. Zuschauer und Juroren haben jeweils 50 Prozent Mitspracherecht bei der finalen Entscheidung.
Doch bevor es im ORF losgeht, haben Fans europaweit bereits ihre Entscheidung schon getroffen. Auf der offiziellen Eurovision-Website haben die Musikkenner ihre österreichischen Favoriten bereits bestimmt: Favorit ist derzeit die maskierte Band Frevd (sprich: Freud) mit ihrem Song "Riddle". Die fünf Musiker, die sich vom Erfinder der Psychoanalyse, Sigmund Freud, inspirieren lassen, wollen anonym bleiben. Ihr Beitrag ist düster, rockig und massentauglich. Das Video in Horror-Optik wurde mit "Vorstadtweiber"-Star Bernhard Schir in der Hauptrolle gedreht. "Wir treten an, um zu gewinnen", erklärten sie "Heute".
Knapp hinter Frevd belegt Sängerin Kayla Krystin mit ihrem gefühlvollen Dialekt-Lied "I brenn" den zweiten Platz. Bis vor kurzem hat die Tirolerin noch englischen Country-Pop gemacht. Zum Song Contest will sie es mit einem Mundart-Lied schaffen. Die hauptberufliche Zahnarzt-Assistentin möchte den ESC "als Sprungbrett nutzen und alles nehmen, was kommt", verriet sie "Heute".
Platz Drei des Eurovision-Voting belegt Nikotin mit "Unsterblich". Der Glam-Pop-Rocker schaffte es vor drei Jahren mit seinem Hit "1010" immerhin ins Vorprogramm von Robbie Williams beim Ski-Opening in Schladming. Gemanagt wird er von Horst Bork, jenem Mann, der einst Falcos Karriere begleitete. Und das ist kein Zufall.
An vierter Stelle rangiert Philipp Piller. Mit seinem Tanz-Song "Das Leben ist Kunst" will der Musiker "die Sau beim ESC rauslassen". Fünfter im Voting ist die Sängerin Bamlak Werner, die mit "We Are Not Just One Thing" Rap, Gesang, Jodeln und Klassik vereint.
Die wenigsten Chancen räumen ESC-Fans derzeit Sänger David Kurt mit seinem Beitrag "Pockets Full of Snow" ein. Der Wiener mit der speziellen Stimme möchte mit einer verträumten, gefühlvollen Ballade auf der Bühne der Stadthalle stehen und für Österreich gewinnen.