In der Erklärung der ESC-Veranstalter wurde kein Land direkt genannt. Trotzdem gab es vor dem heurigen ESC in Wien wegen des Kriegs im Gazastreifen ordentlich Streit um die Teilnahme von Israel. Wie NTV berichtet, boykottierten fünf Länder, die eigentlich immer dabei sind – darunter Spanien und die Niederlande – den Bewerb aus Protest.
Am Ende schaffte es Israel in Wien, wie auch schon 2025, auf Platz zwei. Damit verpasste das Land den Sieg nur ganz knapp und hatte somit keine automatische Berechtigung, den Wettbewerb im nächsten Jahr auszurichten. Nach den neuen Regeln wäre das jetzt ohnehin nicht mehr möglich. Denn Länder, die sich im Kriegszustand befinden, dürfen nun kategorisch nicht mehr Ausrichter des Megaevents sein.
Das neue Regelwerk bringt noch weitere Änderungen. Das Mindestalter für die Künstler wird von 16 auf 18 Jahre angehoben. Damit will man verhindern, dass besonders junge Menschen dem starken Druck des Wettbewerbs ausgesetzt werden.
Beim Gesang legt die EBU noch einmal klar fest: Der Auftritt vom Frontsänger oder der Frontsängerin muss live sein, vorproduzierte Stimmen sind nicht erlaubt. "Diese Präzisierung soll die Integrität jedes Auftritts wahren und sicherstellen, dass das Publikum bei jedem vorgetragenen Lied den Lead-Gesang live hört", so die EBU.
Der Wettbewerb entwickelt sich ständig weiter, sagt ESC-Direktor Martin Green. Die jährliche Überprüfung der Regeln sei wichtig, damit alles fair und transparent bleibt. Der ESC ist der größte Musikwettbewerb der Welt. Nach dem Sieg der Sängerin Dara 2026 wird der nächste Song-Contest in Bulgarien stattfinden.