Nur wenige Wochen vor dem Eurovision Song Contest 2026 in Wien sorgt der rumänische Beitrag "Choke Me" (zu Deutsch: "Würg mich") für heftige Diskussionen. Die 22-jährige Sängerin Alexandra Căpitănescu gewann damit Anfang März den rumänischen Vorentscheid.
In dem Rocksong singt Căpitănescu unter anderem: "Lieb mich, bring meine Lungen zum Explodieren" und "Alles, was ich brauche, ist deine Liebe, ich möchte, dass es mich würgt."
Laut "Esc-kompakt" kritisieren Aktivisten den Song als "gefährlich" und "leichtsinnig", weil er sexuelle Strangulation romantisiere. Eine Rechtsprofessorin warnte vor einer "alarmierenden Missachtung der Gesundheit und des Wohlbefindens junger Frauen".
Die Künstlerin selbst wies die Kritik zurück. Titel und Refrain seien nicht wörtlich zu nehmen. "Choke Me" bedeute in etwa: "Ersticke mich mit deiner Liebe." Es gehe um eine alles erdrückende Liebe, nicht um sexuelle Praktiken.
Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat bisher keine Maßnahmen gegen den Song ergriffen und verwies auf Anfrage an den rumänischen Sender TVR. Ob sich bereits andere Teilnehmerländer über den Beitrag beschwert haben, ist unklar.
Der Eurovision Song Contest 2026 findet am 16. Mai in Wien statt. Rumänien gilt trotz der Kontroverse als eines der Länder mit guten Chancen auf eine Platzierung im oberen Mittelfeld.