Beim ESC gibt es ein echtes Nostalgie-Comeback: Vanilla Ninja kehren nach 21 Jahren auf die ESC-Bühne zurück – diesmal allerdings für Estland.
Viele erinnern sich noch an ihren erfolgreichen Auftritt 2005, als die Girlband für die Schweiz antrat und damals einen starken achten Platz holte. Umso größer waren die Erwartungen an ihr Comeback in Wien.
Der Auftritt ist solide, routiniert und musikalisch sauber umgesetzt. Man merkt sofort, dass hier erfahrene Künstlerinnen auf der Bühne stehen, die wissen, wie ein großer Moment funktioniert. Auch die Performance wirkt professionell und stimmig inszeniert.
Und trotzdem fehlt etwas Entscheidendes.
Der Song bleibt eher im Bereich "nett" als "mitreißend". Kein echter Gänsehautmoment, keine Hook, die sofort im Kopf bleibt, und kein dramaturgischer Höhepunkt, der den Auftritt auf ein neues Level hebt.
Genau deshalb fällt die Bewertung im Saal eher zurückhaltend aus: freundlich, nostalgisch, aber ohne echte Überraschung.
Eh lieb, aber mehr auch nicht – so könnte man die Reaktion vieler ESC-Fans zusammenfassen.
Für Estland wird es damit wohl ein schwieriger Weg Richtung Finale. Das Comeback der Vanilla Ninja sorgt zwar für Sympathiepunkte, reicht in einem starken Halbfinale aber vermutlich nicht aus, um ganz vorne mitzuspielen.