Ethik-Unterricht kostet zum Start 46 Mio. Euro

Bildungsminister Heinz Faßmann
Bildungsminister Heinz FaßmannBild: Sabine Hertel

Ab dem Schuljahr 2020/21 sollen Schüler, die vom Religionsunterricht abgemeldet sind, verpflichtend das Fach Ethik besuchen. Startkosten: 46 Millionen Euro.

Ursprünglich wollte Bildungsminister Faßmann (VP) den Ethik-Unterricht für vom Religionsunterricht abgemeldete Schüler und jene ohne Bekenntnis verpflichtend ab Herbst 2019 einführen. Jetzt wird die Umsetzung aber um ein Jahr verschoben.

Begonnen wird in AHS-Oberstufe und Berufsbildender Höherer Schule. Für den Vollausbau in diesem Bereich braucht man laut Bildungsministerium 560 Lehrer zusätzlich. Das bedeutet Kosten in Höhe von 46 Millionen Euro. Daten, wie viele Schüler von Religion abgemeldet sind, hat man nicht. Man wisse aber von den Schulversuchen – derzeit laufen 211 (!) –, dass rund ein Drittel der Schüler pro Schulstufe den Ethik-Unterricht besuchen. Zur Einordnung: 2017/2018 gab es rund 1,13 Mio. Schüler. Ein Drittel davon wären also fast 400.000.

Ethik unterrichten kann übrigens jeder Lehrer mit einer Zusatzausbildung an einer Pädagogischen Hochschule oder Uni. Unterstützung für Faßmanns Pläne kommt von der Gewerkschaft: "Es ist höchst an der Zeit, die erfolgreichen Schulversuche ins Regelschulsystem zu übernehmen", so Paul Kimberger, Chef der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, zu "Heute": "Organisatorische Hürden können kein Grund sein, das nicht zu machen."

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