Eine Kaltfront liegt über den Nordalpen und bringt am Sonntag noch wechselhaftes Wetter. Im Südosten besteht laut Unwetterzentrale (uwz.at) in der energiereichen Luft durch kräftige Gewitter lokale Unwettergefahr. Zum Wochenstart kann sich nördlich der Alpen aber schwacher Zwischenhocheinfluss aus Westen durchsetzen, im Bergland und im Süden sorgt allerdings ein Tief über Italien weiterhin für eine erhöhte Gewitterneigung mitsamt Unwetterpotenzial.
"Eine Kaltfront liegt derzeit über dem Alpenraum und sorgt besonders im Süden und Südosten Österreichs für eine zunehmend brisante Wetterlage. Während sich westlich und nördlich der Front bereits kühlere Luftmassen durchsetzen, lagern südlich davon weiterhin sehr feuchte und energiereiche Luftmassen", teilen die Wetter-Experten von "Skywarn-Austria" auf ihrer Facebook-Seite mit.
Durch das Umströmen der Kaltluft im Osten bilde sich zudem eine markante Luftmassengrenze (Dryline). Gleichzeitig herrsche in mittleren Höhen eine ausgeprägte Windscherung, wodurch die Bildung organisierter Gewitter (Superzellen) begünstigt werde.
"Ab den Nachmittagsstunden (etwa ab 15 Uhr) werden erste Gewitter zwischen dem Grazer Becken und dem Leibnitzer Becken sowie weiter östlich zwischen dem Weizer Bergland und dem südlichen Burgenland erwartet. Die Gewitter ziehen zunächst rasch von West nach Ost", heißt es in dem Wetter-Bericht weiter.
Und: "Organisierte Gewitterzellen und mögliche Superzellen dürften jedoch verstärkt nach Südosten (Stormsplit) ausscheren. Nach aktuellem Stand weisen die südlicher gelegenen Zellen die besseren Voraussetzungen für eine langlebige Organisation auf."
Für das Bundesland Kärnten bleibe die Lage dagegen "etwas unsicherer". "Zwar sind die atmosphärischen Bedingungen grundsätzlich auch dort für kräftige Gewitter geeignet, hochauflösende Wettermodelle simulieren derzeit jedoch überwiegend einzelne Schauer und Gewitter statt organisierter Multi- oder Superzellen", so die Experten von "Skywarn Austria".
Im Laufe des Abends und während der ersten Nachthälfte verlagern sich die Gewitter weiter nach Südosten und können anschließend vor allem in Slowenien, Kroatien und Ungarn für teils schwere Unwetter sorgen.
Am Montag stellt sich laut Unwetterzentrale im Westen und Norden ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein. Entlang des Alpenhauptkamms regnet es hingegen zeitweise etwas. Von Kärnten bis ins Mittelburgenland bleibt es auch unbeständig mit Schauern und Gewittern. Lokal können diese neuerlich samt Starkregen, Hagel und stürmischen Böen kräftig ausfallen. Der West- bis Nordwestwind weht mäßig bis lebhaft.
Der Dienstag bringt verbreitet einen freundlichen Mix aus Sonne und Wolkenfeldern. Im Tagesverlauf bilden sich aber vom Tiroler Unterland bis ins Mittelburgenland ein paar Schauer und lokale Gewitter. Meist trocken bleibt es im Westen und nördlich der Alpen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Nordwest.
Der Mittwoch bringt neben einigen Sonnenstunden ein paar hohe und mittelhohe Wolkenfelder. Später bilden sich über dem westlichen und südlichen Bergland vermehrt Quellwolken, die lokal zu kurzen gewittrigen Schauern heranwachsen können. Im Flachland bleibt es aber meist bis zum Abend sonnig und trocken. Im Norden und Nordosten frischt der Westwind etwas auf.