2017 gab es bei uns 33.925 positive Asylbescheide – umgelegt auf die Einwohnerzahl liegt nur Deutschland knapp vor uns, Schweden haben wir überholt.
Auf eine Million Einwohner gerechnet liegt Österreich demnach auf Platz 2 der Länder, die die meisten positiven Asylbescheide, nämlich 3.685, ausgestellt hat. Nur Deutschland hat mehr Asylwerber anerkannt. Pro Einwohner-Million waren es bei unseren Nachbarn 3.945 positive Entscheidung. Auf Platz 3 liegt Schweden mit 3.125.
Zum Vergleich: In der Slowakei waren es lediglich 60 positive Bescheide. Pro Einwohner-Million sind das demnach gerade einmal zehn. Mit 95 positiven Entscheidungen in Estland, 145 in Tschechien, 150 in Slowenien und 170 in Kroatien bilden die Länder mit der Slowakei das Schlusslicht.
Angesichts der enormen Unterschiede der positiven Bescheide innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten fragt sich so mancher, wie das möglich sein kann. Im Netz jedenfalls wird über die neuesten Berichte von Eurostat diskutiert.
Positive Bescheide vor allem für Syrer
Mit 33 Prozent machten Asylsuchende aus Syrien übrigens die größte Personengruppe, denen innerhalb der EU Schutzstatus zugesprochen wurde, aus. Dahinter liegen mit 19 Prozent Afghanen und mit zwölf Prozent Iraker.
In Österreich ist die Reihenfolge gleich: 44 Prozent der Syrer, 26 Prozent der Afghanen und 7 Prozent der Iraker haben hierzulande Schutzstatus erhalten.
(red)