Neue Obergrenze ab 2027

EU begrenzt Bargeld auf 10.000 Euro

Ab Mitte 2027 gilt in der gesamten EU eine Barzahlungsgrenze von 10.000 Euro. Bei Beträgen ab 3.000 Euro muss man sich zudem ausweisen.
Technik Heute
03.03.2026, 11:05
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Bargeld hat in Österreich traditionell einen hohen Stellenwert. Doch die EU zieht die Zügel an: Ab Mitte 2027 darf im geschäftlichen Bereich nur noch bis maximal 10.000 Euro in bar bezahlt werden. Die Regelung ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Zusätzlich zur Obergrenze gelten verschärfte Kontrollpflichten: Wer ab 3.000 Euro in bar bezahlt, muss seine Daten angeben. Das soll eine spätere Rückverfolgung ermöglichen, falls Behörden wissen wollen, wer welche Transaktion getätigt hat.

Wie inside-digital.de berichtet, sieht das neue Bargeld-Gesetz auch Änderungen bei Bankgeschäften vor. Ab 2027 sind Bareinzahlungen bei einer Bank oder Sparkasse ab 10.000 Euro nur noch mit einem Herkunftsnachweis des Geldes möglich.

Was bedeutet das für Privatpersonen?

Für den privaten Bereich gibt es vorerst Entwarnung: Die Obergrenze von 10.000 Euro gilt nur für den geschäftlichen Verkehr, also für Zahlungen an Unternehmen oder Selbstständige. Privatpersonen dürfen weiterhin beliebig viel Bargeld besitzen, abheben und untereinander tauschen. Wer also privat ein gebrauchtes Auto für mehr als 10.000 Euro bar kaufen will, darf das auch künftig tun.

Warum führt die EU das ein?

Die EU begründet die neuen Regeln mit der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und der Umgehung von Sanktionen. Wer nichts zu verbergen habe, könne höhere Beträge problemlos digital überweisen, heißt es. Einzelne EU-Mitgliedstaaten dürfen sogar noch strengere Limits festlegen.

In Österreich dürften die neuen Regeln für Diskussionen sorgen. Denn mit jeder Einschränkung beim Bargeld geht auch ein Stück Anonymität verloren. Die Debatte zwischen Sicherheit und Freiheit beim Bezahlen wird uns noch länger begleiten.

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