Wahlkampf gegen rechts

"EU – Einfach Unnötig?" – NEOS fahren in FPÖ Hochburgen

Missionarisch: NEOS-Chefin Meinl-Reisinger konfrontiert auf ihrer EU-Wahlkampftour Kritiker.

Lukas Leitner
"EU – Einfach Unnötig?" – NEOS fahren in FPÖ Hochburgen
Die NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger will mit ihrer Tour in die Hochburgen der FPÖ fahren.
APA-Picturedesk; Collage

"EU – Einfach Unnötig" lautet der Name der neuen Kampagne von NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Der Titel ist das genaue Gegenteil des eigentlichen Programms. Auf dieser Tour durch ganz Österreich will sie über die EU sprechen und aufklären, warum sie eben gar nicht "unnötig" ist.

Ziel: Wo die FPÖ daheim ist

Brisant sind dabei die konkreten Ziele ihrer Tour. Der Ausgangspunkt liegt in Wien, dann sollen die Hochburgen der FPÖ angepeilt werden. Angehalten wird in Orten, in denen die FPÖ die meisten Wähler hat. Dort wolle man aufklären und die Menschen von der Wichtigkeit eines starken Europas überzeugen. Damit richtet Meinl-Reisinger ihren EU-Wahlkampf gezielt gegen die freiheitliche Partei. Denn sie ist der Meinung, dass es ein Problem in Europa, in der EU und in Österreich mit der Zustimmung zur EU gebe. Die FPÖ würde die EU-Skepsis zudem nur bekräftigen. Ein weiteres Ziel der Tour sind Orte mit niedriger Wahlbeteiligung.

Aufklären und Ideen sammeln

Konkrete Gesprächsinhalte nimmt Meinl-Reisinger aus Umfragen. Die Österreicher haben eine klare Meinung, was in der EU alles falsch laufen würde. Dazu gehören auch die illegale Migration, die die Gesellschaft, Sozialsysteme und Menschen überfordere. Weiters spricht Meinl-Reisinger dabei auch die hohen Ausgaben der EU, die Korruption und die Bürokratie an.

So sieht die Broschüre für den Tourstopp in Lech aus.
So sieht die Broschüre für den Tourstopp in Lech aus.
NEOS

Die NEOS-Chefin will auf der Tour weiters Ideen sammeln und diese dann in Brüssel einbringen. Nächste Priorität für Meinl-Reisinger: Bürger sollen unbedingt von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, auch wenn sie für eine andere Partei stimmen würden. Man müsse – so Meinl-Reisinger – den Menschen zeigen, dass ihre Mitbestimmung Sinn habe und wichtig sei.

Europäische Identiät stärken

Ein weiterer Punkt, über den die NEOS-Chefin mit den Menschen reden möchte, ist, inwieweit die EU für die Bürger demokratischer und attraktiver werden kann. Dabei erwähnt sie konkret die Vorstellung einer direkt gewählten Kommission, EU-weite Volksabstimmungen und Jugend- und Bürgerversammlungen. Auch ein Unionsbürgerpass anstelle des Reisepasses würde, ihrer Meinung nach, die Identität der EU stärken.

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    Leserreporter

    Auf den Punkt gebracht

    • Die NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger startet die Kampagne "EU – Einfach Unnötig", um mit den Menschen in Österreich über die Wichtigkeit der EU zu sprechen, insbesondere in FPÖ-Hochburgen und Orten mit niedriger Wahlbeteiligung
    • Sie möchte die EU-Skepsis bekämpfen, über Themen wie illegale Migration, Korruption und Bürokratie diskutieren und Ideen der Bürger in die EU einbringen
    • Außerdem fordert sie die Bürger auf, ihr Wahlrecht zu nutzen und diskutiert Möglichkeiten, die EU demokratischer und attraktiver zu gestalten
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