EU gibt Fehler bei Impfstoff-Beschaffung zu

Eine Krankenpflegerin entnimmt eine Dose des Pfizer/Biontech-Vakzins. Symbolfoto
Eine Krankenpflegerin entnimmt eine Dose des Pfizer/Biontech-Vakzins. SymbolfotoD.SINOVA / AFP / picturedesk.com
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Versäumnisse bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen eingestanden: "Die EU ist mehr ein Tanker".

Die Europäische Union habe unterschätzt, welche Komplikationen bei der Herstellung von Impfstoffen auftreten können, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" aus welchem die APA in einer Meldung zitiert.

Auch auf die Kritik, wonach die EU mit den Bestellungen zu lange zugewartet habe, reagierte die Deutsche mit einem Gleichnis: "Natürlich; ein Land kann ein Schnellboot sein. Und die EU ist mehr ein Tanker". 

Ursula von der Leyen bei einer Video-Konferenz mit Pharmakonzernen am 31. Jänner 2021
Ursula von der Leyen bei einer Video-Konferenz mit Pharmakonzernen am 31. Jänner 2021European Union Xinhua / Eyevine / picturedesk.com

Man habe sich "sehr stark" auf Entwicklung und die Frage konzentriert, ob es denn ein Vakzin geben wird. Rückwirkend betrachtet hätte man "stärker parallel über die Herausforderungen der Massenproduktion nachdenken müssen". 

Womöglich habe das falsche Erwartungen geweckt: "Wir hätten den Menschen erklären sollen, dass es vorangeht, aber langsam, und dass es bei diesen komplett neuen Verfahren Probleme und Verzögerungen geben wird. Doch wir haben unterschätzt, welche Komplikationen auftreten können", so die 62-Jährige abschließend. 

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