EU IV Emperor DLC: Noch einmal mit Gefühl

Mit dem Emperor-DLC liefert Paradox noch einmal groß ab. Das Box Art verrät, wo die Neuerungen zu finden sind.
Mit dem Emperor-DLC liefert Paradox noch einmal groß ab. Das Box Art verrät, wo die Neuerungen zu finden sind.Paradox
Lange war es still um Europa Universalis IV. Nach anderthalb Jahren liefert Paradox noch einmal ein großes DLC-Addon.

Während alle Paradox-Fans schon sehnsüchtig auf den Herbst und das Erscheinen von Crusader Kings 3 blicken, präsentiert die Spieleschmiede mit "Emperor" noch einmal ein umfangreiches DLC-Addon, das einige Spielmechaniken gehörig verändert.

Im Zentrum steht dabei - der Name verrät es schon - das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und der katholische Glauben. Für viele Nationen gibt es zudem neue, umfassendere Missionsbäume.

Was bringt das Addon? Was bringt der Patch?

Gleichzeitig mit dem kostenpflichtigen Addon veröffentlicht Paradox auch einen kostenlosen Patch auf Version 1.30, der viele neue Features bringt. Auch ohne den DLC verändert sich das Spielgefühl deutlich. So gibt es vor allem im Gebiet des Deutschen Reiches einige neue Kleinstaaten und Provinzen. Bayern existiert am Spielstart z.B. gar nicht und muss erst gebildet werden.

Teil des kostenlosen Patches ist auch eine Rundumerneuerung bei den Ständen und dem Söldner-System. Söldner werden nun nicht als einzelne Einheiten sondern als Söldnergruppierungen rekrutiert. Die drei Stände im Reich können durch besondere Zusagen gewogen gestimmt werden und geben bestimmte Boni. Der Patch bringt zudem bereits neue Missionsbäuem für einige Nationen.

Das kostenpflichtige DLC bringt zusätzlich deutlich mehr neue Missionsbäume für verschiedene Nationen. Das Heilige Römische Reich wurde überarbeitet und kann neben der zentralistischen Entwicklung durch Entscheidungen des Kaisers auch dezentralisiert entwickelt werden. Zudem gibt es immer wieder Reichskrisen, in denen der Kaiser sich für meist zwei verschiedene Vorgehensweisen entscheiden kann.

Der Katholizismus hat nun eine eigene Kasse zur Verfügung, durch die der Handlungsspielraum des Papstes größer wird. Zudem kann man durch Kontrolle des Papstes sogenannte "Goldene Bullen" erlassen, die allen Katholiken Boni geben. So richtig aufgeholt hat er aber im Vergleich mit anderen Religionen in Sachen Boni immer noch nicht. Zuletzt wurde die Revolutionsmechanik im Endgame überarbeitet. Diese erinnert nun in etwa an das System der Reformation. nach einer Eventkette kann der Spieler entscheiden ob er die Revolution annimmt oder konterrevolutionär handelt.

Für wen es sich lohnt - und für wen nicht

Wer ein altgedienter EU IV-Spieler ist, der schon alle DLC hat und immer noch regelmäßig und viel im mitteleuropäischen Raum spielt, kann bedenkenlos zugreifen. Wer ein Fan des Heiligen Römischen Reiches ist und vor allem die dortigen Nationen spielt, kommt ebenfalls nicht darum herum. Wer vielleicht nur ab und zu EU IV spielt, für den sind die rund 20 Euro wohl etwas zu happig für den Umfang. Hier ist sicher eher Warten auf einen Rabatt angesagt.

Wer sich üblicherweise weder fürs Heiligen Römischen Reich noch den Katholizismus oder die Revolution im Endgame interessiert, der braucht den DLC eher weniger. Hier bietet der Patch auf 1.30 genug Neuerung. 

Fazit

Mit Emperor versucht Paradox bei EU IV (das durchaus für die DLC-Politik kritisiert wurde) noch einmal groß abzuliefern. So wirklich unerlässlich ist das DLC aber vor allem für Spieler des Heiligen Römischen Reiches bzw. in (Mittel-)Europa. Der begleitende Patch 1.30 bringt aber viele gute Veränderungen und Features. Ob es sich wirklich wie bei Fans vielfach gemunkelt um den letzten DLC für EU IV handelt, wird sich zeigen. Falls das so wäre, ist es sicherlich ein guter Abschluss.

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