EU-Ministerrat über Ende der Zeitumstellung in Graz

Die EU-Verkehrs- und Infrastrukturminister treffen sich am Montag zu einem informellen Rat in Graz, um über das umstrittene Thema zu diskutieren.

Bis April 2019 müssen die EU-Staaten an Brüssel melden, ob sie künftig die Sommer- oder Winterzeit beibehalten wollen. Schon am Montag werden die EU-Verkehrs- und Infrastrukturminister beim informellen Rat in Graz über das umstrittene Thema beraten.

Eine Lösung scheint bei diesem Treffen aber aufgrund der weit auseinanderliegenden Standpunkte unrealistisch. Österreich tendierte bisher zur Beibehaltung der Sommerzeit.

Der Vorsitzende des informellen EU-Rats der Verkehrs- und Umweltminister in Graz, Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), rechnet nicht mit einer Abschaffung der Zeitumstellung in den EU-Staaten im Jahr 2019. Es sei "notwendig, einen Kompromiss zu erzielen". Ein „Fleckerlteppich" aus Zeitzonen solle es nicht werden.

Zwei, drei Mitgliedsstaaten hätten Bedenken gegen 2019, das hänge auch mit technischen Vorarbeiten zusammen, etwa mit Slots im Flugverkehr. Diese technischen Vorarbeiten dürften rund 18 Monate in Anspruch nehmen, wird Hofer von der "Kleinen Zeitung" zitiert.

„Ich hätte es gerne gesehen, wenn es schon im nächsten Jahr zur Abschaffung gekommen wäre", sagte Hofer. Es gebe ja keine Energieeinsparungen bei dieser Zeitumstellung, die aus den 1970ern stamme, und es wirke sich negativ auf Mensch und Tier aus. Mehrheitlich sei man sich bei dem Ziel Abschaffung der Zeitumstellung auf jeden Fall einig.

(awe)

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