Unterstützungspaket

EU schickt weitere 50 Milliarden Euro in die Ukraine

Ungarns Regierungschef Viktor Orban beendete am Donnerstag die Blockade der finanziellen Hilfen, so Ratspräsident Charles Michel.
Newsdesk Heute
01.02.2024, 12:46
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In den vergangenen Tagen wurde noch spekuliert, ob Ungarns Ministerpräsident auf sein Veto beharrt und man einen Plan B bräuchte. Die restlichen 26 EU-Mitgliedsstaaten diskutierten, ob man an Orban vorbei spenden könne, indem man jeweils einzeln an die Ukraine spende. Zuvor pochte der 60-Jährige darauf, an seiner Entscheidung festhalten zu wollen. 

"Wir wollen keine Eskalation des Kriegs" ließ der ungarische Regierungschef wissen. Er warf der restlichen EU vor, dass man sein Land erpresse, weil "sie uns zwingen wollen zuzustimmen".

Plötzliche Umkehr

EU-Ratspräsident Charles Michel ließ nun beim EU-Sondergipfel in Brüssel wissen, dass alle 27 Staats- und Regierungschefs dem 50-Milliarden-Euro-Paket für die Ukraine zugestimmt hätten. Ob man dafür auf Ungarns "Erpressung", wie Orban zuvor vorgeworfen wurde, einging oder nicht, ist bislang noch nicht bekannt.

Auch von ungarischer Seite äußerte man sich zunächst nicht zu dem Thema. Das Hilfspaket hätte eigentlich bereits im Dezember beschlossen werden sollen. Vor dem Gipfel hatte Orban dem französischen Magazin "Le Point" gesagt, dass sein Land bereit sei, Teil einer Lösung zu sein. Die Voraussetzung dafür sei allerdings, dass man jedes Jahr neu darüber entscheide, ob man weiter Geld in die Ukraine schicken wolle oder nicht.

Die Bilder des Tages

Die Mitgliedstaaten, unter anderem auch Deutschland, lehnten Orbans Bedingungen ab. Man wolle einerseits der Ukraine langfristig Geld zur Verfügung stellen und Ungarns Erpressungsmöglichkeiten einschränken. Orban wird vorgeworfen, dass er versucht, die wegen Rechtsstaatsbedenken eingefrorenen EU-Gelder zu kompensieren.

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